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Stadthagen stimmt für Kastrationspflicht

Katzen: Entscheidung im Rat Stadthagen stimmt für Kastrationspflicht

Der Stadtrat hat den Weg für die Kastrationspflicht von Katzen geebnet. Geschlossen haben sich die Fraktionen für den entsprechenden Antrag der WIR/FDP-Gruppe ausgesprochen und damit die Bedenken der Verwaltung vom Tisch gefegt.

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Stadthagen. Bürgermeister Oliver Theiß hatte zuvor erneut darauf verwiesen, dass für den Erlass einer Verordnung unter Tierschutzgesichtspunkten das Land zuständig sei.
„Wir hören immer wieder, dass bald mit einer entsprechenden Verordnung des Landes zu rechnen sei. Darauf warten wir jetzt schon sehr lange“, kritisierte WIR-Ratsherr Richard Wilmers. Dabei bestehe dringender Handlungsbedarf. „Es gibt in Deutschland zwei Millionen Streunerkatzen, die häufig Hunger leiden, körperlich geschwächt und krank sind. Die Tierliebe darf nicht bei den eigenen Tieren enden. Wir sind jetzt aufgefordert, weiteres Leid zu verhindern.“

Vor allem rechtliche Bedenken wollten die Fraktionen als Einwand nicht gelten lassen. Zumal mit Bad Nenndorf und Bückeburg bereits zwei Schaumburger Kommunen die Kastrationspflicht erfolgreich eingeführt haben. „Deren Verordnungen sind auch nicht beanstandet worden“, bemerkte Gunter Feuerbach (CDU).

Sein Parteikollege Heiko Tadge verwies darauf, dass seine Fraktion bereits 2013 einen entsprechenden Antrag gestellt habe. „Seitdem haben wir in vielen Ausschüssen immer wieder darüber diskutiert, passiert ist nichts, weil die Verwaltung auf die Zuständigkeit des Landes verwiesen hat.“ Ein positiver Nebeneffekt sei, so Tadge, dass Tierheime, in deren Gebiet eine Kastrationspflicht bestehe, Zuschüsse aus Landesmitteln erhalten könnten.

Auch Jan-Philipp Beck (SPD) konnte die Argumentation der Verwaltung nicht nachvollziehen. „Stadthagen ist doch keine Insel. Was in über 200 Kommunen allein in Niedersachsen möglich ist, muss doch auch bei uns möglich sein.“

Theiß beteuerte, dass auch die Verwaltung das Katzenelend lindern will. „Im Ziel wollen wir alle das Gleiche.“ Dennoch blieb der Verwaltungschef bei seiner Einschätzung, dass eine rechtliche Begründung einer städtischen Verordnung schwierig sei.

Einstimmig beschlossen die Politiker dennoch, dass die Verwaltung noch 2015 eine Verordnung zur Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen dem Stadtrat als Beschlussempfehlung vorzulegen hat. Nur Theiß enthielt sich der Stimme.

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