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Busch-Tage kommen „auf jeden Fall“

Stadt braucht Sponsorengelder Busch-Tage kommen „auf jeden Fall“

Die Vorbereitung der von der Stadt für Anfang September geplanten ersten Wilhelm-Busch-Tage ist zwischenzeitlich offenbar ins Stottern geraten. „Wir hatten gehofft, leichter an Geld dafür heranzukommen“, räumt der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek ein. Bürgermeister Oliver Theiß allerdings sieht die Lage entspannter.

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Stadthagen. Für das Fest, das auf Initiative von Theiß (parteilos) vorbereitet wird, hat die Stadtverwaltung ein Budget von 76.000 Euro eingeplant. 31.000 Euro kommen laut Beschluss der politischen Gremien aus der Stadtkasse. Der Betrag war in den vergangenen Jahren jeweils für die Tage der Weserrenaissance ausgegeben worden. Diese sollen künftig im jährlichen Wechsel mit den Busch-Tagen ausgerichtet werden.
Die Stadt ist also auf Sponsorengeld in Höhe von 45.000 Euro angewiesen. „Davon sind wir noch ein Stück entfernt, daraus will ich gar keinen Hehl machen“, gesteht Masurek ein. „Wir sind noch in Gesprächen mit institutionellen Geldgebern und mit Unternehmen.“ Kein Geld geben wird die Schaumburger Landschaft. „Die hatten mit ihrem Max-und-Moritz-Jubiläum im vergangenen Jahr erst ein großes Busch-Thema“, so Masurek. „Dass die jetzt erstmal andere Prioritäten setzen, ist nachvollziehbar.“
Bürgermeister Theiß zeigt sich mit Blick auf die Finanzen allerdings bedeutend optimistischer. Von den 45.000 Euro fehlten inzwischen nur noch rund 12.000. 17.000 Euro seien bereits von Sponsoren reingekommen. Zudem habe man den Rotstift angesetzt, spare zum Beispiel an der Werbung. Außerdem kalkuliert Theiß mit Einnahmen, die beim Kartenverkauf für die zu den Busch-Tagen geplante Revue entstehen sollen.
Mühsam gestaltet sich nach wie vor die Kooperation mit Wiedensahl. Theiß hofft weiterhin, das Busch-Dorf „mit ins Boot“ zu bekommen. Er möchte von Wiedensahl einen Beitrag von 5000 Euro zu dem Projekt.
„Es ist nicht immer ganz einfach, einen Gesprächsfaden mit Wiedensahl zu finden“, schildert Wirtschaftsförderer Masurek den Stand der Dinge. Nach wie vor befinde man sich mit der Gemeinde erst „in Abstimmung für einen Ratstermin“.
Dass trotz aller Widrigkeiten die Veranstaltung auf jeden Fall stattfinden wird, da sind sich Theiß und Masurek einig. Bisher ist beim Programm nicht gespart worden, erklärt der Bürgermeister.
Derweil rumort es in der Politik. Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Rat steht dem Vorhaben „inhaltlich zurückhaltend gegenüber“, wie Vorsitzender Jan-Philipp Beck sagt. Schließlich sei die Weserrenaissance die Marke für Stadthagen. „Insofern könnte es sinnvoller sein, weitere Veranstaltungsformen zum Thema Weserrenaissance zu entwickeln, als das neue Format Wilhelm Busch aufzumachen“, kritisiert Beck. Gleichwohl zeige sich Rot-Grün grundsätzlich offen für Neues. Die geplante Erstausgabe der Wilhelm-Busch-Tage könnte „eine Probe“ sein. Dass Rot-Grün es unterstützt, dafür 31.000 Euro aus dem Stadtsäckel zur Verfügung zu stellen, heiße aber nicht, dass damit eine langfristige Entscheidung für die Wilhelm-Busch-Tage gefallen sei.
Für „eine sehr gute Idee“ hält hingegen die CDU-Fraktion laut Sprecher Heiko Tadge das Projekt: „Wilhelm Busch ist ein Thema, das für die touristische Ausnutzung Zukunft hat.“ Die Erstausgabe müsse nicht gleich die ideale Form sein, so Tadge: „Hauptsache, der Startschuss für eine kontinuierliche Weiterarbeit an dem Thema fällt.“ ssr

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