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Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadthagens neues Szene-Viertel
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19:38 27.02.2018
Vor allem junge Leute interessieren sich für den Standortdialog.
STADTHAGEN

Geschäftsführer Sven Rickes von der Betreiberfirma Compa Logistik&Gewerbepark GmbH präsentierte, welche Ideen er für die Entwicklung des Geländes im Kopf hat. „Wir wollen hier auch ausgeflippte Leute ansiedeln“, gab er als eine seiner Devisen aus. Noch handele es sich nicht um Pläne, sondern um „um eine Ansammlung von Ideen und Visionen, die wir ausgebrütet haben“, betonte Rickes. Das Areal könne unter dem Motto „Leben, Arbeiten, Wohnen, Freizeit“ entwickelt werden. Gedacht sei an eine fruchtbare Durchmischung unterschiedlicher Lebensbereiche, führte Rickes aus.

Ansiedlung eines Hotels möglich

Dabei spielen unter anderem folgende Ideen eine Rolle: Vorstellbar sei ein Innovations- und Gründerzentrum. Auch an die Ansiedelung eines Hotels ist gedacht. „Die Lage zehn Fußminuten vom Bahnhof und mit einem weiten Blick in die freie Landschaft ist dafür ideal“, betonte Architekt Rainer Messmann, der die Ideensammlung in eine anschauliche Skizze übertragen hatte. Direkt gegenüber dem Hotel zeigt die Skizze einen Beachclub mit einem kleinen See. Im Bereich Freizeit ist ebenso an eine Trampolinhalle mit einer Außen-Kletterwand gedacht. Ein Veranstaltungsraum sowie eine Außenfläche für Street-Events sind weitere Ideen. Auch die Ansiedlung eines Fachmarktes, eines Nahversorgers und einer Kita ist den Initiatoren im Sinn. Auch an Wohnraum sei gedacht.

Für die Umgestaltung der mächtigen Außenfassaden der Gebäude auf dem Areal schwebt Rickes vor, die Kreativität von Graffiti-Künstlern zu nutzen. Das Ganze ist laut Rickes in Ergänzung zu den jetzt schon angesiedelten Betrieben gedacht, in Teilen auch als Umnutzung. Als neuer Name des Geländes schwebt den Betreibern „Innovationspark Schaumburg“ vor.

Szene-Viertel mit ganz besonderem Lebensstil

„DasAreal ist ein Raum, der geile Möglichkeiten und bisher ungenutzte Chancen bietet“, sagte Professor Stefan Eisner von der Beratungs- und Servicegesellschaft NSI Consult (Braunschweig): „Hier kann ein Szene-Viertel mit einem ganz besonderen Lebensstil entstehen.“ In seinem Vortrag über „Creative class“ führte Eisner aus, wenn ein Standort über kreative Köpfe verfüge, werde er sich gut entwickeln.

Einiges ist schon ganz konkret: Im ersten Stock eines früheren Verwaltungstraktes wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ihre Begegnungsstätte für die Weststadt einrichten. „Das ist ein Glücksfall für uns“, sagte Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske. „Unsere Einrichtung als weltoffener, multikultureller Platz passt in das Szene-Konzept genau hinein.“ Weitere Teile des ersten Stockwerkes werden derzeit zu Loft-Büros und zu einem Veranstaltungsraum umgebaut. Insgesamt steckt Compa 150000 Euro in diese Maßnahmen.

Noch vor Jahresende will Rickes einen dritten öffentlichen Standortdialog veranstalten. „Dann werden wir unsere Strategie und einen konkreten Nutzungsplan vorstellen“, versprach der Geschäftsführer. ssr