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Stadthagen Stadt Stadtvillen als Schmuckstück
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadtvillen als Schmuckstück
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00:23 14.09.2015
Diesen Grüngürtel hinter dem Krankenhaus will die Stadtverwaltung erhalten. Quelle: rg
Stadthagen

Das Konzept fand im Bau- und Planungsausschuss des Rates einhellige Zustimmung. Der Landkreis, dem die Fläche gehört, hat für das Areal südlich des Klinikgebäudes überwiegend den Bau von Einfamilienhäusern vorgeschlagen. Die Stadtverwaltung, die für das Gelände die Planungshoheit hat, sieht vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung künftig aber eher eine Nachfrage nach Wohnungen, wie Bauamtsleiter Gerd Hegemann kundtat. Daher setzen die städtischen Planer auf die mehrgeschossigen kompakten Stadtvillen mit jeweils sechs Wohneinheiten. Architektonisch würde die Bauform an die Häuser im benachbarten Villenviertel anknüpfen.
Ein weiterer Unterschied zum Landkreiskonzept: Während die Planer im Kreishaus auch die Grünzone zwischen Klinikgebäude und Kindergarten Jägerhof bebauen wollen, möchte die Stadtverwaltung dieses Areal in Form eines kleinen Parks gestalten. Hier gebe es unter anderem einen wertvollen Baumbestand, für den im Falle der Bebauung umfängliche Ausgleichsmaßnahmen fällig würden, argumentierte Hegemann.
Während die Kreisverwaltung den OP-Trakt der Klinik abreißen will, schlägt das städtische Bauamt dort als Option die Einrichtung eines Parkhauses vor. Zusätzlich sind nördlich des Klinikkomplexes reichlich weitere Parkplätze vorgesehen.
Zur besseren Erschließung des Geländes schlagen Stadtverwaltung und Landkreis die Anbindung an den Ostring durch den Bau einer neuen Straße vor. Dadurch solle die Straße Am Krankenhaus, die zur Habichhorster Straße führt, spürbar entlastet werden, erläuterte Hegemann.
Zusätzlich möchte die Stadtverwaltung eine hinter der Oberschule Am Schlosspark entlang führende Anbindung des Areals an die Schulstraße herstellen. „Die Straße sollte allerdings so gestaltet werden, dass sie für Durchgangsverkehr unattraktiv ist“, fügte der Bauamtsleiter hinzu.
Identisch sind die Pläne von Kreis und Stadt in folgenden Punkten: Nutzung des Klinikgebäudes zu Verwaltungszwecken und als Dialyse-Station, Einrichtung eines Facharztzentrums im Gebäudekomplex nördlich des Klinikbaus sowie Bau von Seniorenwohnungen am Kreisaltenzentrum.
Formell geht es bei dem Areal um den Bebauungsplan (B-Plan) Nr. 3 A „Hinter der Burg“. Auf Vorschlag des Bauamtes empfahl der Fachausschuss, den Schulhof Am Schlosspark samt Oberschule und Olympia-Turnhalle mit in diesen B-Plan einzubeziehen. „Eine gemeinsame Planung ist schon wegen der geplanten Straßenführung sinnvoll“, begründete Hegemann das Vorgehen.
Zu entscheiden sei auch, was mit der Olympiahalle passieren soll: Abriss oder weitere Nutzung? Für beides ließen sich gute Argumente finden, sagte Hegemann, eine Meinungsbildung dazu gebe es in der Verwaltung noch nicht. Zu klären sei auch, wie der Schulhof Am Schlosspark künftig gestaltet werden soll.
Einstimmig empfahl der Fachausschuss die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange für den B-Plan „Hinter der Burg“ . Die Pläne der Stadt und die des Landkreises gehen gleichberechtigt in dieses Verfahren ein. ssr