Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Sterbebegleitung – aber kompetent

Stadthagen / Palliativ-Care-Weiterbildung Sterbebegleitung – aber kompetent

Alle schwer kranken und im Sterben liegenden Menschen haben seit 2007 ein Anrecht auf kompetente palliative Versorgung. So weit das Gesetz. Doch in der Praxis ist dieses Anrecht vielerorts noch Zukunftsmusik. Das Stichwort lautet auch in diesem Bereich: Fachkräftebedarf.

Voriger Artikel
Einbruch in Schnellrestaurant
Nächster Artikel
Pumpe im Tropicana repariert

Anne Kraßort vom Bildungsträger „IN VIA Akademie“ schult die 20 Pflegekräfte im Bereich hospizliche und palliative Versorgung.

Quelle: vin

Stadthagen. Um dem entgegen zu wirken, hat der Verein Hospiz- und Palliativnetzwerk Schaumburg in Kooperation mit dem Paderborner Bildungsträger „IN VIA Akademie“ die erste Palliativ-Care-Weiterbildung im Landkreis gestartet. Am Montag war im Veranstaltungsraum des Kreiskrankenhauses der Auftakt der 160 Stunden umfassenden Weiterbildung. In vier Unterrichtswochen im Block werden 20 Teilnehmer aus der Alten- und Krankenpflege im Bereich Sterbebegleitung geschult.
Zwar gehört die Sterbebegleitung zur Ausbildung der Pflegekräfte, doch diese Grundkenntnis reicht nach Angaben von Christine Holitzner-Bade für den gesetzlich festgelegten Anspruch nicht aus. Sie ist Vorsitzende des Schaumburger Hospiz- und Palliativnetzwerkes und weiß um die Bedeutung der Palliativ-Care-Weiterbildung. Besonders in der letzten Phase des Lebens bräuchten Betroffene die richtige Hilfestellung und Fachwissen. Aber auch die Kommunikation mit den Angehörigen müsse geschult werden, sagt Holitzner-Bade.
Um diese Kompetenzen an die Pflegekräfte zu vermitteln, arbeitet das hiesige Netzwerk mit dem Paderborner Bildungsträger zusammen. „IN VIA“ ist eine zertifizierte, bundesweit tätige Caritas-Akademie. In vier Fachbereichen finden dort Lehrgänge statt.
Die Teilnehmer der aktuellen Schulung erhalten nach den Unterrichtsstunden und diversen Praktika in Hospiz- und Palliativeinrichtungen ein Zertifikat. Die dazugewonnene Kompetenz sollen sie mit in ihre Betriebe nehmen und an die Kollegen weitergeben. „Sie fungieren als Multiplikatoren“, erläutert Holitzner-Bade. Dadurch sollen die Fähigkeiten der ambulanten und stationären Pflegekräfte weiter ausgebaut werden. Die Palliativ-Care-Weiterbildung soll im September 2014 abgeschlossen sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr