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Steuer für Zweit- und weitere Hunde steigt

Tierliebe wird in Stadthagen teurer Steuer für Zweit- und weitere Hunde steigt

Der Rat hat die Hundesteuer erhöht. Betroffen sind allerdings nur Zweit- und weitere Hunde. Der Steuersatz für den ersten Hund bleibt unverändert.  Die Erhöhung wurde mit den Stimmen von Rot-Grün und WIR/FDP beschlossen, die CDU stimmte dagegen.

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Quelle: dpa

Stadthagen. Die Steuer für den Zweithund steigt zum Jahresbeginn 2017 von bisher 108 auf dann 120 Euro jährlich. Für weitere Hunde werden statt bisher jeweils 144 künftig 180 Euro pro Jahr fällig. Der Satz für den ersten Hund bleibt mit 66 Euro per anno unverändert. Von der Erhöhung sind rund 120 Hundebesitzer mit zwei oder mehreren Exemplaren betroffen, hingegen bleiben knapp 1000 Halter, die nur einen Hund haben, ungeschoren. Die Stadt nimmt durch die Hundesteuer rund 80.000 Euro jährlich ein, das Plus durch die Erhöhung beläuft sich auf etwa 2000 Euro.

Bei der letzten Erhöhung im Jahr 2013 war vor allem die Steuer für den Ersthund deutlich angehoben worden. Zudem liegt Stadthagen besonders bei der Steuer für den Ersthund im Landkreis-Vergleich an der Spitze (siehe unten). Beides sind Gründe, warum der Rat hier keine Erhöhung beschlossen hat.

Gegenwehr bei der CDU 

Jan-Philipp Beck sagte für die SPD/Grünen-Gruppe, es handele sich um eine „moderate Anhebung“. Nötig sei eine solche Maßnahme, um der Finanz-Aufsichtsbehörde angesichts des strukturellen Defizits im Haushalt zu signalisieren, „dass wir Konsolidierungsschritte unternehmen“. Natürlich könne man mit einer Mehreinnahme von 2000 Euro keinen Haushalt sanieren. „Daher haben wir alle die Aufgabe, weitere Vorschläge zur Haushaltssanierung vorzulegen“, so Beck. In erster Linie betreffe das die Verwaltung mit Blick auf den Etat 2017.

Richard Wilmers, Sprecher der Gruppe WIR/FDP, nannte die Erhöhung „sozial verträglich“. Es sei gut, dass nunmehr zwischen Besitzern von Ersthunden und solchen von Zweit- und weiteren Hunden ein gewisser Ausgleich geschaffen werde.

Die Erhöhung stieß auf strikte Gegenwehr der CDU. Fraktionschef Heiko Tadge verwies darauf, dass Stadthagen bereits jetzt deutlich höhere Hundesteuersätze hat als die anderen Schaumburger Städte. Beim Ersthund liege der hiesige Satz um 29,4 Prozent über dem Durchschnitt der Städte im Landkreis. Nach der Erhöhung wären es beim Zweithund 31,9 Prozent mehr, bei den weiteren Hunden gar 44 Prozent, rechnete Tadge vor. Die Union warne davor, „dass die Stadt sich unnötig Ärger einhandelt und einen Imageschaden erleidet“. Eine Mehreinnahme von nur 2000 Euro „rechtfertigt den zu erwartenden Ärger nicht“, argumentierte der CDU-Politiker. ssr

 

Nur Rinteln geht genau so ins Geld

Die Hundesteuern in anderen Städten des Landkreises liegen vielfach bereits jetzt, auf jeden Fall aber nach der geplanten Erhöhung deutlich unter denen Stadthagens. Beispiele: Für den Ersthund (Stadthagen: 66 Euro) verlangt Bad Nenndorf 48 Euro, Bückeburg 51 Euro, Obernkirchen 52 Euro und Rinteln 60 Euro.

Beim Zweithund (Stadthagen: 120 Euro) liegt Bad Nenndorf bei 72 Euro, Obernkirchen bei 77 Euro, Bückeburg bei 105 Euro und Rinteln bei 120 Euro. Schließlich die weiteren Hunde (Stadthagen: 180 Euro): Bad Nenndorf zieht 96 Euro ein, Obernkirchen 103 Euro, Bückeburg 120 Euro und Rinteln 180 Euro.  ssr

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