Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Steuerzahlerbund kritisiert Stadt

Architekten-Wettbewerb „Wohnen am Nordwall“ Steuerzahlerbund kritisiert Stadt

Der Vorsitzende des Steuerzahlerbundes Niedersachsen bezieht Stellung zum Architekten-Wettbewerb „Wohnen am Nordwall“. Bernhard Zentgraf kritisiert die Vorgehensweise der Stadt als „unüblich und nicht praxistauglich“.

Voriger Artikel
Mit Bierkiste ins Kino
Nächster Artikel
Theiß verteidigt Sperrung
Quelle: SN

Stadthagen.. Wie berichtet, hat die Stadt im November 2014 den Wettbewerb initiiert, um Ideen für eine Wohnbebauung zwischen Krummer Straße und Nordwall zu erhalten. Im Mai kürte die Jury, in der die Kreiswohnungsbaugesellschaft als Investor kein Stimmrecht hatte, den Entwurf des Architekturbüros Steimle aus Stuttgart zum Gewinner. Seitdem hat sich wenig getan. Mehr noch: Die Kreiswohnungsbaugesellschaft hat Zweifel, ob sich die Umsetzung des Entwurfs wirtschaftlich rechnet.

 „Zu diesem Zeitpunkt gab es weder einen verbindlichen Vertrag mit einem Investor noch war der Architekten-Wettbewerb auf eine Beauftragung des Preisträgers mit den nachfolgenden Planungsleistungen ausgerichtet“, erklärt Bernhard Zentgraf. „Diese Vorgehensweise ist in der kommunalen Praxis eher unüblich.“

 Üblich ist laut Zentgraf dagegen, dass sich die Stadt im Vorfeld eines solchen Wettbewerbs mit einem Investor über dessen Vorstellungen verständigt und dabei auch einen konkreten Kostenrahmen abspricht.

 Dass sich die Umsetzung des Wohnbauprojektes verzögert, hängt nach Ansicht von Zentgraf auch damit zusammen, dass lediglich ein Ideenwettbewerb gestartet wurde. Für 17.000 Euro habe die Stadt zwar interessante Vorschläge von Architekten erhalten. Allerdings sei es die Regel, eine Stellungnahme zu den zu erwartenden Kosten einzufordern, „sonst plant man ins Blaue“.

 Verständnis hat Zentgraf dagegen für das Vorgehen der Kreiswohnungsbaugesellschaft, die auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes pocht. „Eine Wohnungsbaugesellschaft muss so agieren.“

 Bei von Steuergeldern finanzierten Bauvorhaben sei es besonders wichtig, auf die Praxistauglichkeit eines Architekten-Wettbewerbs zu achten. „Es wurden Aspekte, die für die Realisierung eines solchen innerstädtischen Projektes wesentlich sind und insbesondere die Kostenseite sowie Umsetzbarkeit und Vermarktbarkeit betreffen, weitgehend ausgeklammert“, kritisiert der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler. „So können private Bauherren vorgehen, wenn sie frei von Zwängen Architektenideen bekommen wollen. Eine Stadt, die mit dem Geld der Steuerzahler arbeitet, sollte dagegen der Realisierbarkeit eines Projektes von Anbeginn an höchstmögliche Bedeutung beimessen. Sonst sind das nur schöne Träume.“ ber

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg