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Stadthagen Stadt Steuerzahlerbund kritisiert Stadt
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Steuerzahlerbund kritisiert Stadt
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00:17 20.02.2016
Quelle: SN
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Stadthagen.

Wie berichtet, hat die Stadt im November 2014 den Wettbewerb initiiert, um Ideen für eine Wohnbebauung zwischen Krummer Straße und Nordwall zu erhalten. Im Mai kürte die Jury, in der die Kreiswohnungsbaugesellschaft als Investor kein Stimmrecht hatte, den Entwurf des Architekturbüros Steimle aus Stuttgart zum Gewinner. Seitdem hat sich wenig getan. Mehr noch: Die Kreiswohnungsbaugesellschaft hat Zweifel, ob sich die Umsetzung des Entwurfs wirtschaftlich rechnet.

 „Zu diesem Zeitpunkt gab es weder einen verbindlichen Vertrag mit einem Investor noch war der Architekten-Wettbewerb auf eine Beauftragung des Preisträgers mit den nachfolgenden Planungsleistungen ausgerichtet“, erklärt Bernhard Zentgraf. „Diese Vorgehensweise ist in der kommunalen Praxis eher unüblich.“

 Üblich ist laut Zentgraf dagegen, dass sich die Stadt im Vorfeld eines solchen Wettbewerbs mit einem Investor über dessen Vorstellungen verständigt und dabei auch einen konkreten Kostenrahmen abspricht.

 Dass sich die Umsetzung des Wohnbauprojektes verzögert, hängt nach Ansicht von Zentgraf auch damit zusammen, dass lediglich ein Ideenwettbewerb gestartet wurde. Für 17.000 Euro habe die Stadt zwar interessante Vorschläge von Architekten erhalten. Allerdings sei es die Regel, eine Stellungnahme zu den zu erwartenden Kosten einzufordern, „sonst plant man ins Blaue“.

 Verständnis hat Zentgraf dagegen für das Vorgehen der Kreiswohnungsbaugesellschaft, die auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes pocht. „Eine Wohnungsbaugesellschaft muss so agieren.“

 Bei von Steuergeldern finanzierten Bauvorhaben sei es besonders wichtig, auf die Praxistauglichkeit eines Architekten-Wettbewerbs zu achten. „Es wurden Aspekte, die für die Realisierung eines solchen innerstädtischen Projektes wesentlich sind und insbesondere die Kostenseite sowie Umsetzbarkeit und Vermarktbarkeit betreffen, weitgehend ausgeklammert“, kritisiert der Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler. „So können private Bauherren vorgehen, wenn sie frei von Zwängen Architektenideen bekommen wollen. Eine Stadt, die mit dem Geld der Steuerzahler arbeitet, sollte dagegen der Realisierbarkeit eines Projektes von Anbeginn an höchstmögliche Bedeutung beimessen. Sonst sind das nur schöne Träume.“ ber

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