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Stadthagen Stadt Stimmungstief an der Zapfsäule
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stimmungstief an der Zapfsäule
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18:40 12.04.2012
Der Auszubildende Hakan Öz arbeitet an der Shell-Tankstelle an der Jahnstraße. „Ich muss mir viel von den Kunden anhören.“ Quelle: rg
Stadthagen (par)

Während sich die Zapfstellen-Belegschaft in der Kreisstadt teilweise den Vorwurf der Abzocke gefallen lassen muss und den Ärger der Kunden hautnah zu spüren bekommt, sind noch lange keine „Lübecker Verhältnisse“ erreicht. Dort hat es bereits Farbanschläge auf Tankstellen gegeben sowie randalierende Kunden, die auf diese Weise ihren Ärger zum Ausdruck brachten.
Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Zentralverbandes für das Tankstellengewerbe (ZTG) in Bonn, hört in letzter Zeit oft von solchen Vorfällen. „Nach einer Umfrage sind immer noch sieben Prozent der Kunden der Meinung, die Benzinpreise würden von den Pächtern festgelegt.“ Nanette Ertmer, die zusammen mit ihrem Mann die Shell-Tankstelle an der Jahnstraße gepachtet hat, tritt den Vorurteilen entschieden entgegen. „Wir machen die Preise nicht und verdienen auch nicht mehr, wenn sie in die Höhe schnellen.“

„Goldene Nase verdienen“

Nanette Ertmer betreibt zusammen mit ihrem Mann die Shell-Tankstelle an der Jahnstraße und bekommt die Vorwürfe von einigen Kunden zu spüren. „Ihr verdient Euch mit der Abzocke doch gerade eine goldene Nase – diesen Vorwurf bekommen wir dann zu hören.“ Da die meisten Menschen allerdings wüssten, dass die Pächter auf die Preisgestaltung keinerlei Einfluss haben, würden sich derartige Vorkommnisse in Grenzen halten. „Die meisten schlucken es einfach und tanken nur noch das Nötigste. Die Meckereien halten sich noch in Grenzen.“