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Streit im Suff endet blutig

Stadthagen Streit im Suff endet blutig

Sie küssten und sie schlugen sich: Ausgesprochen blutig ist der Streit eines Pärchens ausgegangen, bei dem Alkohol eine große Rolle spielte.

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Quelle: Symbolfoto

Stadthagen. In der Stadthäger Wohnung des Mannes war es Ende Februar zu einem ungleichen Kampf über mehrere Runden gekommen, in dessen Schlussphase die Frau zum Küchenmesser griff. Der Hausherr erlitt vor allem stark blutende Schnittwunden an den Händen, weil er nach dem Messer gegriffen und sich an der scharfen Klinge verletzt hatte. Bis dahin soll er zwölf halbe Liter Bier getrunken haben, die Frau eine halbe Flasche Wodka.

Trotzdem hat die Beziehung des Paares den Streit überdauert. Deshalb legt der Stadthäger auch keinen Wert darauf, dass seine Freundin, die in Lauenau lebt, bestraft wird. Dies ist ein Grund, weshalb Richter Lukas Veith das Verfahren gegen die 38-Jährige in einem Prozess vor dem Amtsgericht in Stadthagen vorläufig eingestellt hat. Es ging um gefährliche Körperverletzung.

Zur Auflage machte Veith der Angeklagten allerdings, 100 Stunden gemeinnützig zu arbeiten. Die Erregung der Frau bezeichnete er als „verständlich“. Vor dem Griff zum Messer hatte die 38-Jährige etliche Schläge einstecken müssen. Prellungen im Gesicht der Frau, auf Fotos klar zu erkennen, sprachen eine deutliche Sprache. Als geringfügig stufte Veith eine Verletzung ein, die sich der Mann am Hals zugezogen hatte.

Aus juristischer Sicht vertretbar erschien die Einstellung des Verfahrens außerdem, weil reichlich Alkohol im Spiel war. Beide Partner waren zwischenzeitlich zur Beratung und wollen dem Alkohol entsagt haben.

An jenem 27. Februar, um den es jetzt vor dem Amtsgericht ging, war das noch anders. Mehrfach hatte der betrunkene Mann seine Freundin geschlagen, bevor die angespannte Situation später vollends eskalierte. Dennoch legte sich das Opfer nach den ersten Runden erst einmal zum Schlafen hin.

Als die 38-Jährige aufwachte, ging der Streit noch einmal los. Erneut bekam sie einen Schlag ins Gesicht. Da hatte die Lauenauerin genug. Sie ging in die Küche, sah ein Messer und hielt die Klinge dem Mann in den Nacken, der mit dem Rücken zu ihr am Computer saß. Der Wohnungsinhaber machte eine unglückliche Bewegung, durch die er leichte Schnittverletzungen am Hals erlitt. Anschließend drehte sich der Mann um, griff in die Klinge und begann stark zu bluten. Nicht nur die Wohnung war daraufhin blutverschmiert, sondern auch die Frau, weil der Stadthäger trotz seiner Wunden an den Händen weiter zugeschlagen hatte. Traute Zweisamkeit sieht anders aus.

Im Prozess demonstrierte die 38-Jährige an Verteidiger Volkmar Wissgott, wie sie ihrem Freund damals die Klinge in den Nacken gehalten hatte – diesmal vorsichtshalber ohne Messer. ly

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