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Streit um Ackerfläche

Hochwasserschutzprojekt könnte ins Stocken geraten Streit um Ackerfläche

Ins Stocken geraten könnte die Umsetzung des groß angelegten Hochwasserschutz-Projektes „Westlich des Krummen Baches“.

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Diese Ackerfläche westlich des Jahnstadions ist das Streitobjekt zwischen Stadtverwaltung und Grundeigentümer. 

Quelle: rg

Stadthagen. Der Eigentümer einer Ackerfläche, die die Stadtverwaltung erwerben möchte, um dort ein Regenrückhaltebecken anzulegen, will das Areal nicht verkaufen.
Deutlich wurde das während der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses des Rates, als es um Stellungnahmen aus der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ging.

In diesem Verfahren hatte der Eigentümer der 30 000 Quadratmeter großen Ackerfläche, Eberhard Klocke, schriftlich erklärt, die von der Stadt geplante Nutzung des Geländes sei gar nicht zulässig.

„Ich werde das Land, das sich seit 150 Jahren in Familienbesitz befindet nicht hergeben“, bestätigte Klocke gestern auf Anfrage. Ein Verkauf sei für ihn ausgeschlossen, versicherte der Eigentümer. Die Fläche sei „gut verpachtet“ und der Landwirt mit der Nutzung sehr zufrieden.

Sollte es zu einem Enteignungsverfahren kommen, „würde ich das sehr bedauern“, sagte Klocke: „Ich wäre von Verwaltung und Rat dann sehr enttäuscht.“ Klocke kündigte an, sich gegen eine eventuelle Enteignung rechtlich zur Wehr zu setzen.

Wie berichtet will die Stadtverwaltung das fragliche Gelände zu einem Regenrückhaltebecken umfunktionieren. Gleichzeitig soll das Areal in Zukunft zwei weitere Zwecke erfüllen. Den Planungen nach soll der Stadthäger Reitverein, dessen Gelände direkt südlich angrenzt, das  Regenrückhaltebecken als Reitfläche nutzen dürfen. Zum Zweiten ist die Fläche bei größeren Veranstaltungen als Ausweichparkplatz für das benachbarte Jahnstadion und für die Sporthallen an Jahn- und Schachtstraße vorgesehen.

In seiner schriftlichen Stellungnahme argumentiert Klocke, dass das Grundstück aufgrund der topografischen Gegebenheiten auch in seiner jetzigen Nutzungsform im Ernstfall eine ausreichende Hochwasserschutzfunktion erfülle. Klocke führt weiter aus, dass die von der Stadtverwaltung angestrebten zusätzlichen Verwendungen rein privaten Interessen dienen würden.

„Für derartige Belange darf das Eigentum eines Dritten aber nicht in Anspruch genommen und zu einer öffentlichen Grünfläche gemacht werden“, so der Grundeigentümer.
In ihrer Reaktion auf die Stellungnahme Klockes vertritt die Stadtverwaltung die Position, dass die Ackerfläche nach fachlicher Beurteilung „keine ausreichende Rückhaltefunktion bietet“.

Grundsätzlich gelte, dass sich für einen effektiven Hochwasserschutz der Weststadt „nur die großen Ackerflächen südlich der Enzer Straße eignen“, wovon das fragliche Gelände das Kernstück darstellt. Der Schutz der Bevölkerung im Falle eines Hochwassers sei im Sinne des öffentlichen Interesses höher einzustufen als die private landwirtschaftliche Nutzung.  ssr

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