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Streit um BBS-Leiter hält an

Stadthagen / Steltner erneut mit Vorwürfen konfrontiert Streit um BBS-Leiter hält an

Der Leiter der Berufsschulen in Stadthagen (BBS), Jürgen Steltner, sieht sich erneut mit Vorwürfen durch anonyme Briefeschreiber konfrontiert.

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Quelle: pr.

Von Stefan Rothe

Stadthagen. In dem Schreiben, das dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Landesschulbehörde zugegangen ist, heißt es, Steltner und dessen Ehefrau Renate, die an der BBS als Oberstudienrätin tätig ist, hätten „dem Land Schaden zugefügt“. Sie behandelten die Schule „wie ihr Privateigentum“.

Zur Begründung werden konkrete Anwürfe genannt: So bringe Steltner, der Jäger ist, „das erlegte Rehwild in die Schule und lässt es in der Fleischereiabteilung von Fachpraxislehren abdecken und zerlegen“. Zudem lasse er „seinen Pkw in der Werkstatt der Schule reparieren“. Renate Steltner schließlich „wäscht ihre private Bettwäsche in der Waschmaschine der Schule“, ist in dem anonymen Brief zu lesen.

Steltner weist die Vorhaltungen zurück. Auf Anfrage dieser Zeitung räumt er zwar ein, von ihm erlegtes Rehwild in der BBS-Fleischerei von deren Leiter verarbeiten zu lassen. Dieser tue das aber aus freiem Willen in seiner Freizeit, betont der BBS-Leiter. Er zahle ihm dafür ein vereinbartes Entgeld, ergänzt Steltner. Genutztes Material der BBS-Fleischerei, wie etwa Gefriertüten, rechne er akkurat ab.

Der Vorwurf, er lasse sein Auto in der BBS-Werkstatt reparieren, sei „sauber erlogen“, sagt Steltner. Auch die Sache mit der Bettwäsche sei eine „falsche Behauptung“, fügt Renate Steltner hinzu: „Ich habe noch nie private Wäsche in der Schule gewaschen.“

Den Hintergrund für die Auseinandersetzungen stellt offenbar ein derzeit laufendes Bewerbungsverfahren von Renate Steltner auf eine Studiendirektoren-Stelle an der BBS dar. Wie berichtet, hatte es anlässlich einer früheren Beförderung von Renate Steltner zur Abteilungsleiterin heftige Vorwürfe aus dem Kollegium gegen Jürgen Steltner gegeben. Dieser habe die Beförderung seiner damaligen Lebensgefährtin „im Alleingang“ und gegen den Willen des Personalrats durchgesetzt.

Im aktuellen anonymen Schreiben heißt es dazu, Steltner habe sich in diesem Zusammenhang damals „gegenüber der Lehrerschaft in aggressiver Weise geäußert“. Er sei „nicht der aggressive Typ, als der ich von dieser Seite dargestellt werde“, hält Steltner dagegen. Er könne sich „an keinen Vorgang erinnern, bei dem ich aggressiv oder drohend auf Kollegen zugegangen bin“.

In dem anonymen Brief wird weiter von einem Kollegen berichtet, der im Lehrerzimmer „Gespräche der anwesenden Lehrer belauscht“ und „Frau Steltner über das Gehörte berichtet“. Das erinnere an „Stasimethoden“. Bekannt sei, dass Jürgen Steltner dem besagten Kollegen eine Beförderung zugesagt habe, heißt es weiter. Zu Beförderungsfragen äußere er sich grundsätzlich nicht, sagt Steltner dazu. Und weiter: „Was Lehrkräfte hören und wem sie etwas erzählen, interessiert mich nicht.“ Er habe „niemanden beauftragt“, ihn zu informieren, versichert der BBS-Leiter.

Steltner ist der Meinung, „dass die Autoren des anonymen Briefes keine Dinge mehr im Zusammenhang mit der damaligen Beförderung meiner Frau finden“. Daher versuche man nun, durch Anwürfe „im Bereich der Lächerlichkeit in einem letzten Aufbäumen uns noch welche zu verpulen“.

++++ Strafanzeige ++++

Aufgrund der gegen sie vorgebrachten Anschuldigungen (wir berichteten) hat das Ehepaar Steltner am 10. Juli Strafanzeige wegen Verleumdung gegen den anonymen Briefeschreiber gestellt, wie André Lüth, Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bückeburg, auf Anfrage bestätigt. Auch der ehemalige Lehrer Harald Neuber ist nach eigenen Angaben bereits als Zeuge vorgeladen worden. Das Verfahren ist Lüth zufolge noch offen, die Ermittlungen dauern an.  tbh

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