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Streit um Platane am Bahnhof

Stadthagen / Baumfällung Streit um Platane am Bahnhof

Muss die mächtige Platane neben dem Empfangsgebäude des Bahnhofs in Stadthagen rasch gefällt werden oder soll sie noch eine Weile erhalten bleiben? Darum ist in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Klima- und Umweltschutz gerungen worden.

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Die Zukunft der großen Platane am Bahnhof ist ungewiss.

Stadthagen. Was Fakt ist, referierte der städtische Grünplaner Eckert Hockner. Weil der 25 Meter hohe und in der Krone ebenso breite Baum offenkundige Schäden am Stamm aufweist, wurde er vor einiger Zeit fachkundig begutachtet. Vom Grundsatz her weist die Expertise den Baum laut Hockner „als vitale Platane im Alter von 120 Jahren aus“. Aber: Große Höhlungen und Holzfäulen am Stammfuß weisen eindeutig auf den heftigen Befall mit dem Brandkrustenpilz hin. Diese Krankheit gilt „als Versagenskriterium für die Baumstatik“, wie Hockner in Fachsprache formulierte. Sprich: Die Standsicherheit des Baumes ist gefährdet.

 Die Platane erst einmal stehen zu lassen, würde jährliche Kontrolluntersuchungen mit Kosten von jeweils 1000 Euro verursachen, so der Grünplaner. Zusätzlich müsste das Gehölz mit einer Konstruktion aus Gurtbändern, Stahlseilen und Erdankern im Boden stabilisiert werden. Kosten: 900 Euro pro Verspannung. Durch alle diese Anstrengungen könne die Standsicherheit des Baumes vielleicht eine gewisse Zeit verlängert werden. Mit Nachdruck in der Stimme fügte Hockner aber hinzu: „Mittelfristig ist ein Entfernen des Baumes unumgänglich.“

 Gundi Donjes (WIR) brachte zum Ausdruck, „es wäre doch schön, wenn der Baum noch zwei Jahre stehen bleiben könnte“. Ingrid Bodenstein ergänzte, eine große Pappel im Schlosspark werde schon seit Jahren erfolgreich gesichert. „Nicht von der Verwaltung vor vollendete Tatsachen gestellt werden“ wollte Thomas Pawlik (SPD). In den Fraktionen solle erst über die weitere Vorgehensweise erst beraten werden.

 Eigentlich könne die Verwaltung in einer solchen Sache selber entscheiden, griff Bauamtsleiter Gerd Hegemann ein. Natürlich könne die Politik „den Vorgang aber auch an sich ziehen“. Damit verbunden sei jedoch, „dass Sie im Falle, dass etwas passiert, politisch die Verantwortung und die Haftung übernehmen“, warnte er die Umweltpolitiker.

 Diese ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. „Wir sollten die Sache an uns ziehen“, plädierte Pawlik. Auf Antrag von Jörg Ostermeier (CDU) wurde das Platanen-Problem auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Umweltausschusses gesetzt. Bis dahin bleibt der Zustand zunächst unverändert. ssr

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