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Streit um Stellen für Sozialpädagogen

Vorschlag von WIR/FDP Streit um Stellen für Sozialpädagogen

Der Vorschlag der Ratsgruppe WIR/FDP in Sachen Sozialpädagogen an den Grundschulen Am Sonnenbrink und Am Stadtturm stößt auf starke Zurückhaltung. Wie berichtet fordert WIR/FDP, die Stelle des zweiten städtischen Jugendpflegers, die zur Jahresmitte ausläuft, nicht zu verlängern und dafür zwei zusätzliche halbe Stellen für Sozialpädagogen an den Grundschulen zu installieren. Hintergrund sind die Vorfälle von Gewalt an der Grundschule Am Sonnenbrink.

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Stadthagen. Die Gruppe WIR/FDP „muss erst noch dezidiert begründen, wo genau sie den Bedarf für die zusätzlichen halben Stellen an den Grundschulen sieht“, reagierte Iris Freimann, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, skeptisch: „Ich bin schon sehr gespannt, wie diese Begründung aussieht.“ Die beiden genannten Schulen verfügten bereits jeweils über eine ganze Sozialpädagogen-Stelle, wenn man zwei von der Landesschulbehörde schon genehmigte halbe Stellen mit berücksichtige. Zudem halte sie die Position eines zweiten Jugendpflegers für „unverzichtbar“, so Freimann. „Wenn wir Jugendarbeit auf dem qualitativen Niveau machen wollen, wie uns der ,Leitbild‘-Prozess das vorgegeben hat, benötigen wir diesen zweiten Jugendpfleger.“
Auch Jan-Philipp Beck, Sprecher der rot-grünen Ratsgruppe, hält die Stelle des zweiten Jugendpflegers für nötig: „Den brauchen wir.“ Gut wäre es aus Sicht von Beck, einen detaillierten Aufgabenkatalog für die Sozialarbeit an den beiden Grundschulen zu erarbeiten. Denkbar wäre es für ihn, eine „enge Verzahnung“ zwischen den städtischen Jugend- und der schulischen Sozialarbeit herzustellen. Grundsätzlich hält Beck es für möglich, dass ein eventueller zusätzlicher Bedarf an den Grundschulen aus den Ressourcen der städtischen Jugendarbeit mit abgedeckt wird.
Die CDU-Fraktion wird das Thema nach den Worten ihres Vorsitzenden Heiko Tadge mit in die Haushaltsklausur am kommenden Wochenende nehmen. Wichtig sei es, „die Meinung der Schulen einzuholen, ob die einen Bedarf tatsächlich in der Größenordnung, wie er von der WIR/FDP-Gruppe angepeilt ist, sehen“. Die Politik wäre schlecht beraten, so Tadge, „den Bedarf für die Schulen selber zu bestimmen“. Er könne zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Tendenz geben, wie die CDU-Fraktion sich in dieser Frage positionieren werde.

Von Stefan Rothe

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