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Streit wegen Entlassung

Krach im Kindergarten Streit wegen Entlassung

Beim Waldkindergarten Bückeberg hängt der Haussegen schief: Der hitzige Streit in der von einem Elternverein getragenen Kita dreht sich um die Entlassung eines Erziehers durch den Vorstand. Dagegen regt sich heftiger Widerstand in der Elternschaft.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Sowohl der Vorstand als auch der Betroffene haben sich juristischen Beistand besorgt. Wie aus Elternkreisen gegenüber dieser Zeitung verlautet, handelt es sich „um eine willkürliche Kündigung, die völlig inakzeptabel ist“. Der Vorstand habe dafür keinerlei fachliche Gründe angegeben. Vielmehr seien „ausschließlich persönliche Animositäten“ von Mitgliedern des Vorstands gegen den Erzieher ausschlaggebend: „Einige wollten den einfach loswerden, weil sie ihn nicht mochten.“

Schlimme Gerüchte

Dem Vernehmen nach sollen Vorstandsmitglieder bei einem Elternstammtisch versucht haben, andere Eltern „gegen den Erzieher aufzuhetzen“. Die Folge seien schlimme Gerüchte über den Betroffenen gewesen, die ihm persönlich und beruflich schaden könnten. Diesen sei der Vorstand nicht entgegengetreten, womit er gegen die Fürsorgepflicht als Arbeitgeber verstoßen habe. Den mehrfach vorgetragenen Wunsch des Mitarbeiters, mit dem Vorstand über seine Arbeit zu reden, habe letzterer mehrfach abgelehnt.

Unstrittig ist, dass die Kündigung rein rechtlich unanfechtbar ist. Der Grund: Der Elternverein, der zwei Kindergartengruppen am Forsthaus Halt in Wendthagen und am Sportplatz in Obernwöhren betreibt, hat so wenige Mitarbeiter, dass der Kündigungsschutz nicht greift – eine für Kita-Elternvereine typische Konstellation.

"Das ist  menschlich und sozial unmöglich"

Wogegen sich jedoch erhebliche Teile der Elternschaft wehren, ist die Art und Weise der Kündigung. „Das ist menschlich und sozial unmöglich“, schimpft ein Elternteil. Die Vorgehensweise richte im Kindergarten Schaden an: „Es leiden die Mitarbeiter und die Eltern, die dadurch Streit miteinander haben und auch die Kinder, die das letztendlich spüren.“ Teile der Elternschaft werden auf einer Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch darauf dringen, dass die Satzung geändert wird, um Kündigungen dieser Art künftig zu verhindern.

„Sämtliche Vorwürfe entbehren jeglicher Grundlage“, reagierte auf Anfrage der Vereinsvorsitzende Thomas Nerge: „Dass die Kündigung willkürlich erfolgt sei, dagegen verwahrt sich der Vorstand.“ Es habe vielmehr „mehrere Vorfälle gegeben, die die pädagogische Arbeit des Erziehers betreffen, die nicht länger tragbar waren“. Einzelheiten dazu könne er nicht sagen, weil das die Persönlichkeitsrechte des Erziehers tangiere.

Was bei dem Elternstammtisch passiert sei, könne er nicht beurteilen, da er nicht dabei gewesen sei, fügte Nerge an. Den Gerüchten sei der Vorstand sehr wohl entgegengetreten, so Nerge weiter: „Wir haben auf einem Elternabend gesagt, dass keine strafrechtlich relevanten Dinge vorgefallen sind.“  ssr

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