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Suche nach der „Schnittstelle“

Stadthagen / Zehntscheune Suche nach der „Schnittstelle“

„Es wird zurzeit gerechnet.“ Gerd Hegemann, Leiter des Bauamtes in Stadthagen, meint diese Formulierung wohl durchaus vieldeutig. Schließlich geht es nach seinen Angaben bei den derzeit laufenden Überlegungen zur Sanierung der Zehntscheune um eine „Summe im sechsstelligen Bereich“, aber auch um komplizierte statische Berechnungen, wie der Bau im Stil der Weserrenaissance aus dem 16. Jahrhundert am besten wieder zu konservieren und dauerhaft zu nutzen ist.

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Wann und für welche Dauernutzung die historische Zehntscheune saniert werden wird, soll sich im nächsten Frühjahr entscheiden. © rg

Stadthagen (jpw). Für dieses Vorhaben gibt es nach Angaben des Stadtplaners „generelle Unterstützung aus der Politik“. Aber es werde schwierig, wenn es um das Detail gehe, speziell um die Frage, in welchen Schritten und zu welchen Kosten der Bau saniert werden könne.

Ein Punkt, um die sich nach Angaben Hegemanns vieles dreht, ist der Umstand, dass das Bodenniveau innerhalb der Scheune im Laufe der Zeit um rund 1,40 Meter angehoben worden ist. „Noch ist nicht entschieden, ob wir das wieder rückgängig machen sollen“.

Falls die Fachleute zu der Ansicht kommen würden, diesen Schritt zu unternehmen, würde in komplexer Folge entsprechend auch der Boden in der Umgebung der Scheune angepasst werden müssen.

Um Nutzungsperspektiven für den alten Bau zu eröffnen, muss das Erdgeschoss entkernt werden, „wobei es ja auch noch nicht ganz feststeht, in welche Richtung es gehen soll“, meint der Bauamtsleiter. Mit der heutigen Raumaufteilung könne keine dauerhafte Nutzung installiert werden.

„Wenn wir eine neue Stützenreihe einziehen, haben wir stark in die Decke und in den Boden eingegriffen, wenn mit Blick auf das ursprüngliche Niveau tiefer gegründet wird.“

Hegemann sieht einen „gewissen Domino-Effekt“: Soll bei so einem Eingriff nicht gleich der Boden abgesenkt werden? Damit sei die Frage verbunden, ob parallel dazu der Boden im Umfeld abgesenkt werden muss. Eine Folge: „Sie legen dann auch wieder Mauerwerk frei, bei dem sich die Frage stellt, in welchem Zustand es sich befindet.“

Eine Maßnahme zöge die andere also nach sich. Es sei also nicht so einfach, den Umbau in kleinen Schritten zu vollziehen.

„Jetzt ist die Schnittstelle zu definieren, bis zu der wir arbeiten müssen, um ein vernünftiges, bauliches Ergebnis herzustellen. Das muss dann mit einem realistischen Preis versehen werden.“ Ein entsprechendes Konzept soll den politischen Gremien für die Haushaltsberatungen des nächsten Jahres zur Beratung vorliegen.

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