Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
Supermarkt ist vom Tisch

Vornhäger/Lauenhäger Straße Supermarkt ist vom Tisch

Die Option eines großflächigen Lebensmittelmarktes an der Ecke Vornhäger/Lauenhäger Straße ist für die Stadtverwaltung vom Tisch. Diese Variante hatten wiederholt Grundstückseigentümer und Investoren in die Debatte um das Stadthäger Sanierungsgebiet „Südlich des Tulpenweges“ eingebracht. Die Altstadt profitiere nicht davon, heißt es.

Voriger Artikel
Einbrecher nutzen Ferienzeit
Nächster Artikel
Sillisalaati ist kein Heringssalat

Für diesen Bereich an der Vornhäger Straße plant die Stadtverwaltung den Abriss der Gebäude und eine Wohnbebauung.

Quelle: SSR

Stadthagen. Wie der städtische Bauamtsleiter Gerd Hegemann mitteilt, wird das im Fachbüro Junker + Kruse (Dortmund) gerade in Erarbeitung befindliche Einzelhandelsstrukturkonzept für Stadthagen eine Empfehlung enthalten, an dieser Ecke keinen großflächigen Einzelhandel anzusiedeln. Begründung: Es wären keine positiven Wirkungen für die Altstadt zu erwarten. Die Entfernung zu den 1a-Lagen am Markt, in der Obernstraße und in der oberen Hälfte der Niedernstraße sei zu groß. Eine Zunahme an Kundenströmen in die Altstadt durch einen neuen Lebensmittler an der Ecke Vornhäger-/Lauenhäger Straße sei somit nicht anzunehmen. Zudem wäre laut Hegemann nach Einschätzung der Gutachter eine Gefährdung der bestehenden Versorgungsstrukturen – sprich: des Lebensmittlers Edeka Böhne am Marktplatz – zu befürchten.

Die Verwaltung kann sich nach Auskunft von Hegemann mit dieser Sichtweise voll identifizieren. „Zudem halten wir dort eine in die Umgebung eingepasste Wohnbebauung städtebaulich für viel geeigneter als einen großen Lebensmittelmarkt.“ Daher werde die Verwaltung empfehlen, dort ein allgemeines Wohngebiet auszuweisen. Ein entsprechender Entwurf eines Bebauungsplanes soll laut Bauamtschef im September vorgelegt werden. Dann werde die Politik darüber beraten und entscheiden.

Bei Einzelhändlern in der Altstadt kommt die Position von Gutachter und Verwaltung gut an. „Wir begrüßen das“, sagt etwa Andreas Breuer (Breuer&Schweer): „Kunden eines solchen Lebensmittlers an der Ecke Vornhäger/ Lauenhäger Straße würden doch gar nicht mehr in die Altstadt kommen, das würde also letztlich Leute aus der Altstadt abziehen.“

Jochen Kreft sieht „riesigen Störfaktor“

Auch Jochen Kreft (Intersport) sieht einen Einkaufsmarkt an dieser Stelle als „riesigen Störfaktor“ an: „Das wäre für die gesamte Innenstadt negativ.“ Und Pascal Böhne (Edeka Böhne) ist davon überzeugt, dass der Bedarf an Lebensmittelmärkten in Stadthagen „bereits jetzt voll abgedeckt ist, ein weiterer Markt wäre komplett überflüssig“. Deshalb finde er die Entscheidung der Stadtverwaltung „gut und sachgerecht“.

Mit betroffenen Grundstückseigentümern an der Vornhäger Straße und an der Lauenhäger Straße führt die Verwaltung laut Hegemann konkrete Verhandlungen über den Abriss von alten Gebäuden (etwa der frühere Ratio-Markt), um anschließend dort die Errichtung von dreistöckigen Wohnhäusern zu ermöglichen: „Ich sehe die gute Chance, dass es noch in diesem Jahr, spätesten aber 2018 zum Abriss kommt.“ Die Abrisskosten werden aus dem Sanierungsprogramm „Städteumbau West“ finanziell gefördert. Von potenziellen Investoren gebe es „positive Signale“, dort Wohnhäuser zu bauen. Es gebe sogar bereits Bauskizzen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr