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Stadthagen Stadt Tauben füttern in Stadthagen verboten
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Tauben füttern in Stadthagen verboten
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00:19 25.08.2015
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Stadthagen

Aufmerksamen Passanten wird es schon aufgefallen sein: An der Litfaßsäule auf dem Markt warnt ein Aushang davor, Tauben zu füttern. „In Stadthagen gibt es massive Beeinträchtigungen für Hauseigentümer durch wild lebende Tauben“ heißt es dort. Sie zu füttern, sei eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 5000 Euro belegt werden könne.

 Viele Geschäfte um und auf dem Markt sind betroffen. „Mitunter ist das Dach überfüllt mit Fäkalien“, sagt Andreas Breuer, Geschäftsführer von „Breuer & Schweer“. Einzelne Tauben seien sogar in den Laden gekommen. Besonders schlimm sei es allerdings in den schmalen Gassen zwischen den Häusern. „Das kann man sich gar nicht vorstellen“, sagt auch Michael Blanke, Chef des gleichnamigen Fischhauses. „Dort ist alles voller Fäkalien. Außerdem verenden viele Tiere dort“, so Blanke. Bis zu 60 Tauben würden sich zwischen den Häusern sammeln.

 Doch es geht nicht nur um ästhetische Gründe oder die Gefährdung der Bausubstanz historischer Häuser in der Kreisstadt. Auch die gesundheitliche Sicherheit könne laut Sebastian Hagedorn, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, durch Tauben beeinträchtigt werden. „Die Rechtssprechung spricht bei einer Ansammlung von Tauben von einer Gefahrensituation, da die Tiere Seuchen übertragen können, die auch auf Menschen übergreifen können“, so Hagedorn.

 „Eine einzelne Taube ist kein Problem“, erläutert der stellvertretende Fachbereichsleiter. Doch bei zehn oder mehr Tauben kann das Ordnungsamt unter anderem durch Fütterungsverbote tätig werden, da die Sicherheit und Ordnung in Gefahr ist, wie Hagedorn erklärt.

 „Was die Anzahl von Tauben reguliert, ist das Nahrungsangebot“, erklärt der stellvertretende Fachbereichsleiter. Passanten sind angehalten, die Tiere einfach zu ignorieren, damit die es nicht noch mehr Nachkommen der Vögel gibt.

 Die Stadt denkt außerdem darüber nach, Falken anzusiedeln, um Tauben aus dem Stadtgebiet zu vertreiben. „Die Verhandlungen mit einem Falkner laufen“, bekräftigt Hagedorn. Viele Menschen würden diese Maßnahmen nicht begreifen, aber man müsse sich vor Augen führen, dass das Füttern von Tauben „falsche Tierliebe ist“.

Mit dem ersten Spatenstich hat die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) den Start für den Bau eines Wohnhauses vor allem für schwerst-mehrfachbehinderte Menschen vorgenommen. Das vier Millionen Euro teure Projekt an der Enzer Straße soll nach Ankündigung von PLSW-Geschäftsführer Bernd Hermeling Anfang 2017 fertiggestellt sein.

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