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Theiß: Markthalle weiter geplant

Nicht vom Tisch Theiß: Markthalle weiter geplant

Die Pläne für eine Markthalle in Stadthagen sind längst nicht vom Tisch. Die CDU-Kreistagsabgeordnete Petra Ritter hatte so etwas angedeutet, nachdem Ideen der Wirtschaftsförderung bekannt geworden waren. Bürgermeister Oliver Theiß widerspricht: Die Stadthäger Überlegungen seien ganz eigene.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Sie hätten nichts mit der Markthalle zu tun, von der Ritter spricht. Die Kreispolitik diskutiert derzeit die Einrichtung einer Markthalle, in der Angebote von Hofläden der Region gebündelt werden. Dafür könnte Fördergeld aus dem Leader-Programm der EU zur Unterstützung ländlicher Gegenden geltend gemacht werden. Hier hatte Ritter eingehakt: Dieses Geld könne gar nicht nach Stadthagen fließen, weil die Kreisstadt als Mittelzentrum von der Förderung ausgeschlossen sei.

Umsatzeinbußen befürchtet

Kurz zuvor hatten die SN über die Pläne der Stadthäger Wirtschaftsförderung berichtet, ein „Markthalle“ genanntes Geschäft in der Innenstadt einzurichten. Grundidee ist auch hier, darin Produkte von heimischen Hofläden zu verkaufen. Prompt gab es Kritik von Beschickern des Stadthäger Wochenmarktes, die Umsatzeinbußen fürchten – worauf sich wiederum Ritter mit ihrer Entwarnung zu Wort meldete.

Doch diesem Einwurf widerspricht der Stadthäger Bürgermeister Theiß. Die Markthallen-Pläne auf Kreisebene und die für die Stadt Stadthagen im Speziellen existierten „unabhängig voneinander“, so der Stadtvordere.

Zwar werde man auch für das Stadthäger Projekt versuchen, Fördergelder zu bekommen. Seines Wissens nach seien die Kriterien für die Leader-Zuwendungen aufgeweicht worden. „Aber da sind wir planerisch im Moment sowieso ganz weit von entfernt“, erklärt Theiß.

Schließlich sei die Stadt immer noch auf Immobiliensuche. Der Clou in Stadthagen: Die Markthalle soll zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, nicht nur eine Nachfrage befriedigen, sondern auch wieder Leben in einen der rund 20 Leerstände in der City bringen.

"Das richtige Konzept"

Die beiden jüngsten Geschäftsaufgaben im Bereich der Gastronomie, die Restaurants Schwarzer Adler und Urfa, seien nicht geeignet. „Zu klein“, so Theiß. Derzeit hoffe man unter anderem darauf, dass der eine oder andere Hausbesitzer, der wegen notwendiger Umbaumaßnahmen bereits abgesagt hat, es sich noch einmal anders überlegt, wenn die Stadt „das richtige Konzept“ vorlegt.

Bereits zuvor hatte Theiß gesagt, die Stadthäger Halle werde wohl zum Schutz des Wochenmarktes an Markttagen nicht geöffnet haben. Auch auf Kreisebene gilt es als Hürde, die Markthalle so einzurichten, dass sie nicht in Konkurrenz zu den Schaumburger Wochenmärkten tritt. jcp

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