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Theiß ist enttäuscht von Wiedensahl

Absage für Stadthäger Buschtage Theiß ist enttäuscht von Wiedensahl

Wiedensahl hat gesprochen. Vergangene Woche stimmte der Rat dort gegen eine finanzielle Beteiligung an den in Stadthagen geplanten Wilhelm-Busch-Tagen. Bürgermeister Oliver Theiß ist enttäuscht. Die ursprünglich angedachten Wiedensahl-Anteile des Programms werden nun wohl eingestampft.

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Quelle: pr.

Stadthagen. 5000 bis 10000 Euro wollte Stadthagen vom Busch-Dorf haben. In dem bildete sich aber eine politische Front gegen das Angebot, die sich schließlich durchsetzte. Unter anderem stand die Befürchtung im Raum, in ein Projekt zu investieren, von dem nur Stadthagen profitiert. In der entscheidenden Ratssitzung sagte Bürgermeisterin Anneliese Albrecht (SPD): „Ich glaube, wir haben da gar nichts von.“

Planungssicherheit

Überrascht zeigt sich ihr Stadthäger Pendant nicht. Theiß deutet an, die ablehnende Haltung Wiedensahls habe sich in der öffentlichen Debatte bereits im Vorfeld abgezeichnet. Albrecht sei zu allen Besprechungen eingeladen gewesen, habe aber zumeist mit Verweis auf Zeitmangel nicht teilgenommen. „Ich denke durchaus, dass das für beide Orte etwas gewesen wäre“, sagt Theiß. „Aber bei aller Enttäuschung haben wir jetzt Planungssicherheit.“ Die Verzahnung mit Wiedensahl – zum Beispiel sollten engagierte Walkacts sowohl in Stadthagen als auch im Busch-Dorf auftreten – werde man „sicherlich neu überdenken“. Sprich: Sie wird wohl größtenteils entfallen.

Die SPD steht den Busch-Tagen ohnehin skeptisch gegenüber. Die neueste Entwicklung dürfte das Vertrauen nicht eben stärken. So sieht der Fraktionsvorsitzende Jan-Philipp Beck die Verwaltung in der Pflicht, „nach der jetzt entstandenen Finanzierungslücke eine schlüssige Überarbeitung des Programms“ vorzulegen.

Woher das Geld für die 76000 Euro teuren Busch-Tage kommen soll, galt von Anfang an als umstritten. Immerhin kosten die Tage der Weserrenaissance, mit denen sich die Busch-Tage künftig jährlich abwechseln sollen, nicht einmal die Hälfte. Der Rat genehmigte gut 30000 Euro aus dem städtischen Haushalt – der Rest muss aus anderer Quelle kommen. Sponsoren sind die eine Möglichkeit – Wiedensahl wäre eine andere gewesen.

"Chance nicht erkannt"

„Kleinkariert“ nennt Richard Wilmers die Wiedensahler Entscheidung. „Das war kein Affront, sondern ein Angebot“, kommentiert der Sprecher der Gruppe WIR/FDP Stadthagens Offerte. Wilhelm Busch sei eine Persönlichkeit des Schaumburger Landes. Aktionen zum Thema sollte man miteinander teilen. „Die Wiedensahler Ratskollegen haben die Chance nicht erkannt“, sagt der Fraktionsvorsitzende Heiko Tadge für die CDU. Das Konzept habe vorgesehen, Besucher zu gleichen Teilen an beide Orte zu locken. Die Christdemokraten haben sich schon vor längerer Zeit für eine  touristische Kooperation mit Wiedensahl ausgesprochen. Die Entscheidung zu den Busch-Tagen bedeute dafür nicht gleich das Aus, so Tadge. „Aber das war jetzt erst mal ein Tiefschlag.“ jcp

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