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Theiß rechnet mit mehr Flüchtlingen

Wohnungen weiter gesucht Theiß rechnet mit mehr Flüchtlingen

Trotz insgesamt zurückgehender Flüchtlingszahlen rechnet Bürgermeister Oliver Theiß für die nahe Zukunft mit einer eher steigenden Tendenz. Grund: Im Sommer begäben sich erfahrungsgemäß mehr Menschen auf die Flucht. Wohnraum gebe es in Stadthagen derzeit genug – Angebote werden aber weiter angenommen.

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Quelle: Symbolbild dpa

Stadthagen. In Stadthagen haben Ende April 474 Asylbewerber gewohnt. Diese Zahl nannte Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage. Ende vergangenen Jahres waren es noch 532 gewesen. „Wir haben also eine leicht rückläufige Tendenz“, so Theiß.

Hinzu kommen aktuell 383 Geflüchtete, die bereits als Asylbewerber anerkannt sind und Hartz IV erhalten. Insgesamt leben in der Kreisstadt demnach 857 Flüchtlinge. Der Rückgang hat hauptsächlich den Grund, dass etliche in den Status der Hartz-IV-Empfänger übergegangen sind, zum anderen an deutlich weniger Zuweisungen als noch vor anderthalb Jahren.

Nach Angaben der Kreisverwaltung haben von Anfang Juni 2016 bis Ende Mai dieses Jahres 24 Asylbewerber Stadthagen freiwillig verlassen und sind in ihr Heimatland zurückgekehrt. Darüber, wie viele Asylanträge abgelehnt werden, kann die Kreisverwaltung bezogen auf einzelne Orte keine Auskunft geben.

Für Asylbewerber hat die dafür zuständige Kreisverwaltung in Stadthagen nach Angaben von Sozialdezernent Klaus Heimann derzeit insgesamt 62 Wohnungen angemietet. Zwei davon stehen leer. Eine „schnelle Wiederbelegung“ sei vorgesehen, so Heimann.

Stadt stellt Unterkunft Obdachlosen zur Verfügung

Die größere Flüchtlingsunterkunft an der Gubener Straße für bis zu 40 Bewohner stellt die Kreisverwaltung laut Heimann der Stadt für die Unterbringung von Obdachlosen zur Verfügung. Das gilt, solange die Obdachlosenunterkünfte an der Herminenstraße saniert werden. Ein weiteres Haus mit mehreren Appartements für Flüchtlinge sei derzeit wegen eines Wasserschadens nicht nutzbar. „Auch diese Wohnungen werden wir bald wieder brauchen.“

14 Flüchtlingswohnungen werden von Geflüchteten bewohnt, die bereits als Asylberechtigte anerkannt sind und Hartz IV erhalten. Diese sollen eigentlich eine eigene Wohnung anmieten. „Das geht aber nicht immer so schnell“, erläutert Heimann, sodass sie eine Zeit lang in ihren Flüchtlings-Wohnungen verblieben. „Das macht diese für Neuankömmlinge knapper“, erläutert der Sozialdezernent.

Aktuell verfüge man über genügend Wohnraum für Flüchtlinge, sagen Theiß und Heimann übereinstimmend. Es gebe keinen akuten Bedarf. Gleichwohl rufen Stadt und Landkreis dazu auf, weitere Wohnungen zur Anmietung zur Verfügung zu stellen – um gerüstet zu sein.  ssr

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