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Thomas Ritter stellt Bilder in Zehntscheune aus

Zwischen Abstraktem und Figuralem Thomas Ritter stellt Bilder in Zehntscheune aus

Es ist kühl in der ungeheizten Zehntscheune und mancher Besucher der Vernissage fröstelt leicht. Zumindest optisch aber verströmen die 38 Bilder des renommierten, auch überregional sehr bekannten Künstlers Thomas Ritter hinreichend Wärme.

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Jakob Meyer begleitet die Vernissage in der Zehntscheune mit Alphorn-Tönen (großes Bild).

Quelle: hup

Stadthagen. 28 groß- und zehn kleinformatige Werke stellt Ritter zum Saisonauftakt in der Zehntscheune aus. „Ein sehr guter Ort für so etwas“, lobt er. „Offen, klar. Wir haben viel gehängt und dennoch ist viel Zwischenraum.“ Ritters Bilder bewegen sich im Grenzbereich zwischen Abstraktion und Gegenständlichem. „Ich mag die großflächige Farbigkeit mit den kleinen Explosionen“, sagt Ritter, und auch sein Laudator attestiert ihm „satte Farbverläufe und den bewussten Verlust der Trennschärfe.“ Andreas Schulz ist Hochschullehrer für Produktdesign an der Fachhochschule in Hildesheim. Thomas Ritter, so stellt er fest, führe ausgehend von einer fotografischen Basis mit Aufnahmen aus der Frühzeit der Fotografie „ohne richtige Trennschärfe“ Mensch und Flächenfarbe zusammen. Was für den Betrachter, der immer etwas sehen und erkennen wolle, Herausforderung und Ansporn zugleich sei.
Schulz: „Da ist wenig Raum in Ritters Bildern, eher ein Fenster, in das wir hineinschauen.“ Ausstellungsraum und Bilder korrespondieren auf ihre eigene Weise, erzeugen eine Spannung, die die Besucher, die sich in der Zehntscheune drängen, in ihren Bann schlägt.
„Nein, keine versteckte Botschaft“, sagt Ritter, der Betrachter solle seinen Assoziationen ebenso freien Lauf lassen wie der Künstler bei der Erstellung des Werkes.
Es sei ein langer Weg bis hierher gewesen, stellte Bürgermeister Oliver Theiß zum Thema „Zehntscheune“ fest, und auch Interims-Kurator Darjush Davar zeigt sich angesichts der hochkarätigen Ausstellung zur Saisoneröffnung optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Ortes zu einem Platz für Kultur in Stadthagen. Trotz fehlender Wärme hat dieser neben der Eignung für Ausstellungen auch seine akustischen Qualitäten bewiesen. Der 18-jährige Hagenburger Jakob Meyer setzte mit barocken Posaunenklängen ebenso ein korrespondierendes Kunsterlebnis wie mit Alphorn-Tönen. Auch die erwiesen sich dann als durchaus passend zu den zwischen Abstraktion und Figurativem wandelnden Bildkompositionen von Thomas Ritter. Dessen jetzt eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 5. Juni in der Zehntscheune Stadthagen zu sehen.

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