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Tierheim im Ausnahmezustand

Kastrationspflicht gefordert Tierheim im Ausnahmezustand

Keine Frage: Die kleinen Katzen-Babys, die jetzt im Mai wieder massig auf die Welt kommen, sind ziemlich niedlich. Aber sie sorgen auch alle Jahre wieder für Platzprobleme in den Tierheimen – so auch in Stadthagen.

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Die Katzen sorgen im Tierheim für Platzprobleme.

Quelle: vin

Stadthagen. „Eigentlich haben wir Kapazität für 30 Katzen“, sagt Tierheim-Leiterin Kerstin Kassner. Diese Anzahl sei aber bereits jetzt erreicht und ein Ende sei noch nicht in Sicht. Kassner erwartet mindestens noch einmal 30 Kitten. „Wir dürfen keine Fundkatzen ablehnen.“ Bei Abgabe-Tieren müsse sie in Hochzeiten allerdings auch mal rigoros sein und ablehnen.

 Für die Mitarbeiter des Tierheims bedeuten die Mai-Kätzchen viel Arbeit: „Eigentlich sind Margitta Schiller und ich beinahe rund um die Uhr hier.“ Schließlich müssten einige Katzen, die ohne Mutter im Tierheim sind, alle drei Stunden ein Milch-Fläschchen bekommen. Kassner hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass der Frühsommer in den vergangenen Jahren entspannter war als der Herbst. Dann würden die Menschen noch mehr Katzen zu ihnen bringen – und die seien dann meist wegen der einsetzenden Kälte auch noch häufig krank. Dieser Umstand sorge für höhere Tierarztkosten, zusätzlich müssten Medikamente angeschafft werden.

 Nichtsdestotrotz werde in den kommenden Wochen ein Ausnahmezustand herrschen, meint Kassner. Die Tiere müssten in dieser Zeit zusammenrücken.

 Um der ganz großen Schwemme entgegen zu wirken, ist es aus ihrer Sicht entscheidend, dass alle Gemeinden in Schaumburg an einem Strang ziehen und die Kastrationsverordnung durchsetzen. „Lindhorst, Nienstädt und Sachsenhagen hinken hier noch hinterher“, sagt die engagierte Tierheim-Leiterin. Ein solcher Antrag müsse schnell im Rat durchgesetzt werden. Es könne nicht sein, dass in Deutschland so viele frei lebende Katzen herumlaufen. Versorge die Mutter ihre Jungen nicht mehr mit Milch, könne sie schnell wieder trächtig werden. Häufig gebäre eine Katze bis zu fünf Babys. Die scheue Art der freilebenden Katzen sei mit Blick auf die Vermittlung oft ein Problem. „Die meisten wollen eben ein echtes Kuscheltier.“

 Für eine Fund-Katze erhält das Tierheim das nötige Geld von den Gemeinden – allerdings nur für 30 Tage. Die Realität sieht anders aus: In der Regel bleiben die Katzen viel länger, nicht selten auch Jahre.

 Wer dem Tierheim den Katzen und den anderen Vierbeinern helfen möchte, kann natürlich spenden. Kassner betont, dass sie sich besonders über Tiernahrung freut – insbesondere über das spezielle Babyfutter für die Kitten. jemi

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