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„Timme-Villa“: Baustillstand bald beendet?

Stadthagen / „Aussichtsreiche Verhandlungen“ „Timme-Villa“: Baustillstand bald beendet?

Seit vielen Jahren steht sie eingerüstet da: die repräsentative „Timme-Villa“ auf dem städtebaulichen Filetstück der Wallanlagen am Beginn der Vornhäger Straße. Doch an dem aktuell unschönen Anblick des Jugendstil-Baus tut sich seit Langem gar nichts. Das soll sich bald ändern.

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Seit vielen Jahren eingerüstet: Die „Timme-Villa“ an der Vornhäger Straße.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Die Rintelner „Steding Bauunternehmen GmbH“, seit sechs Jahren Eigentümerin der Villa, ist nach Aussage von Mitinhaber Kai Steding „optimistisch“, in Kürze einen Nutzer zu haben. Man befinde sich seit acht Wochen „in sehr ernsthaften, aussichtsreichen Verhandlungen“ mit einem Wohlfahrtsverband, der dort eine Senioren-Pflege-Wohngemeinschaft betreiben will. Nach den Worten Stedings könnte diese zwölf Plätze bieten.

Laut aktuellem Konzept würde jeder Bewohner über eigene Zimmer verfügen, darüber hinaus aber viele Räume gemeinschaftlich nutzen können. Der Wohlfahrtsverband würde eine 24-Stunden-Pflege garantieren. In der benachbarten Remise soll eine Tagespflege eingerichtet werden, führte Steding aus.

Der Bauunternehmer bedauerte, dass es sich als derart schwierig erwiesen habe, einen Nutzer für „dieses traumhaft schöne Gebäude“ zu finden. Der Firma sei klar, dass der derzeitige Anblick der Villa an dieser städtebaulich hervorgehobenen Stelle „einen unbefriedigenden optischen Zustand“ darbiete.

Dabei habe die Baufirma eine sechsstellige Summe in die Innensanierung gesteckt, der baustatische Zustand der Villa sei gut. Das Gebäude sei vom Schwamm bedroht gewesen. Um eine vollständige Beseitigung bestens zu gewährleisten, sei „ein bundesweit anerkannter Schwamm-Gutachter beigezogen worden, der in der früheren DDR sehr viel Erfahrung mit Kampf gegen Schwamm in Bauten gesammelt hatte“. Der Bau sei innen nunmehr einwandfrei, so Steding.

Die Firma Steding hofft, Anfang 2012 mit der Außensanierung beginnen und parallel dazu innen die Nutzung durch eine Senioren-Pflege-WG vorbereiten zu können.

„Wir wundern uns, dass es offenbar derart schwierig ist, einen Nutzer für dieses ausgesprochen repräsentative Gebäude an dem exponierten Standort zu finden“, kommentierte der städtische Bauamtsleiter Gerd Hegemann den jahrelangen Stillstand. Man sei erfreut, von den „sehr konkreten Gesprächen“ zwischen Eigentümer und potentiellem Betreiber zu hören. Aus städtebaulicher Sicht sei eine rasche Aktivierung dort höchst wünschenswert.

Der sogenannte städtische „Vorhaben- und Erschließungsplan“ sehe an dieser Stelle seit Langem prioritär eine Nutzung durch Senioren vor. „Das würden wir auch weiterhin begrüßen“, so Hegemann.

Rein theoretisch sei es freilich auch gut denkbar, in der denkmalgeschützten Villa Büroräume einzurichten, beispielsweise für Rechtsanwälte oder Steuerberater, fügte der Bauamtschef hinzu. „Auch etwas in der Art fänden wir ganz hervorragend.“

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