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Tipps gegen die Wespenplage

Ruhe bewahren Tipps gegen die Wespenplage

Es scheint, als würden die gelb-schwarzen Plagegeister mittlerweile zum Inventar jeder gut geführten Eisdiele oder Bäckerei gehören: Wespen. Aufgrund der Witterung malträtieren die Insekten in diesem Jahr besonders viele Stadthäger.

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Selbst vor einer Ausgabe der Schaumburger Nachrichten machen Wespen nicht Halt. 

Quelle: sk

Stadthagen. „Es stimmt, es sind erheblich mehr als 2014“, bestätigt ein Schädlingsbekämpfer der Spezialfirma APEX aus Stadthagen. Durch den schwachen Winter hätten besonders viele Königinnen die kalte Jahreszeit überstanden, entsprechend viele Nester gebe es jetzt, deren Entwicklung der milde Frühling und der trockene Sommer zusätzlich entgegenkommt.
Auch die Mitarbeiter der Naturschutzbehörde Schaumburg haben den Eindruck, dass es in diesem Jahr besonders viel gestreiftes Ungeziefer durch die Luft schwirrt. „Die Wespenstaaten haben jetzt ihren Höhepunkt erreicht“, weiß Claudia Hartmann von der Naturschutzbehörde. Je nach Witterung sei davon auszugehen, dass sich die Völker in den nächsten Wochen auflösen werden. „Möglicherweise haben einige schon damit begonnen. Das führt dazu, dass die Arbeiterinnen vor ihrem Absterben relativ ziel-und planlos herumfliegen“, erklärt Hartmann.
Kreuzen sich die Wege von Mensch und Wespe gilt ein Gebot besonders: Ruhe bewahren. „Auf keinen Fall nach den Tieren schlagen oder wegpusten“ empfiehlt sowohl der Schädlingsbekämpfer von APEX als auch Hartmann von der Naturschutzbehörde. „Dadurch fühlen sie sich angegriffen und verteidigen sich mit Stechen“, sagt Hartmann.
Damit die Plagegeister erst gar nicht in die Nähe kommen, können gerade im Garten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So sollten Lebensmittel im Freien abgedeckt und Speisereste umgehend weggeräumt werden. „Auch heruntergefallenes Obst und Gemüse sollte nicht auf dem Boden liegen bleiben“, rät Hartmann. Außer ist es ratsam, dass Kinder nicht mit Schokolade an den Fingern im Garten spielen. Karl-Heinrich Meyer kennt einen besonders guten Trick: „Ablenkung ist das Beste. Irgendwo abseits kann man etwas Süßes oder fauliges Obst hinstellen. Dann halten sich die Wespen fern“, weiß der Leiter der Naturgruppe Rehren. Auch für die eigenen vier Wände gibt es Schutz: „Fliegengitter an den Fenstern helfen auch bei Wespen“, sagt Hartmann von der Naturschutzbehörde.
Nicht vorschnell handeln heißt es im Übrigen auch, wenn sich ein Wespennest in Hausnähe befindet. Da die Tiere zu den geschützten Arten gehören, ist es verboten, sie mutwillig zu verletzen oder zu töten. Hilfe bei der Beseitigung eines Wespenvolkes sowie grundsätzliche Beratung erhalten betroffene Bürger bei der Naturschutzbehörde unter Telefon (05721) 70 35 31. js

Vier Fragen an Allgemeinmediziner Friedhelm Henze

Was tut man am Besten, nachdem man von einer Wespe gestochen wird?
Es ist möglich, mit einem Giftsauger einen Teil des Giftes aus der Stichstelle zu entfernen. Niemals darf aber mit dem Mund ausgesaugt werden: Das Gift würde dann über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die lokalen Reaktionen auf das Insektengift sollten mit konsequenter Kühlung (Eiswürfel in Tuch) behandelt werden, hilfreich ist auch eine durchgeschnittene Zwiebel, deren Schnittfläche auf den Stichbereich gerieben wird. Auch Speichel hat einen lindernden Effekt.
Wo ist ein Wespenstich besonders gefährlich?
Gefährlich ist immer ein Stich in den Mund-Rachenraum. Hier droht durch starke Schwellung der Schleimhäute die Erstickung. Auch Stiche im vorderen Halsbereich können zu Atemwegsstörungen führen. Neben der sofortigen Kühlung sollte ein Notarzt gerufen werden.
Wie erkennt man (bestenfalls vor einem Stich), dass man allergisch gegen Wespenstiche ist? Welche körperliche Reaktion hat ein Stich für einen Allergiker?
Eine Wespengiftallergie erkenne ich vor dem Stich nur durch einen Allergietest. Der Allergiker hat eine überschießende Reaktion mit beispielsweise einer Schwellung der gesamten Extremität oder gar Quaddeln am ganzen Körper verteilt, dazu Atem- und Kreislaufreaktionen bis hin zum allergischen Schock.
Sind Kinder von Wespenstichen besonders gefährdet?
Jungen und Mädchen reagieren grundsätzlich nicht sensibler auf Wespengift. Es besteht jedoch die Gefahr, dass durch Angstreaktionen der Kinder die Wespen aggressiv werden und den schreienden Kindern in die Mundhöhle stechen

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