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Titel auf der „Hausrennstrecke“ verteidigt

Stadthagen / Tropicana Titel auf der „Hausrennstrecke“ verteidigt

Tief durchatmen, noch einmal kräftig Schwung holen und auf geht es, in die rund 70 Meter lange, verschlungene Röhre. Sieben Teilnehmer sind bei dem Ortsentscheid für die neunte Niedersächsische Rutschmeisterschaft im Tropicana gegeneinander angetreten. Tobias Warner hat seinen Titel verteidigt und konnte seine Bestzeit vom vergangenen Jahr sogar noch steigern.

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Tobias Warner (von links), Sven Dethlefsen und Marlo Dierks haben es auf das nasse Siegertreppchen geschafft. 

Quelle: tbh

Stadthagen. Herunter kommen sie alle, sobald sie sich einmal in die Rutsche gewagt haben, die Frage ist nur wie schnell. Mit einer Gesamtzeit von 25,87 Sekunden setzte der Städthäger sich gegen die Schwimmmeister Sven Dethlefsen (26,09 Sekunden) und Marlo Dierks (26,43 Sekunden) aus Gütersloh durch. Insgesamt drei Durchgänge wurden gewertet und zu einer Gesamtzeit addiert. Für die schnellste Rutschpartie von allen hat Warner lediglich 8,58 Sekunden gebraucht.

Die Rutsche im Tropicana hat es in sich: „Für diese Rutsche braucht man wirklich Mut. Am Ende macht man eine komplette Drehung, bevor man in dem Becken landet“, sagte Dethlefsen, der zusammen mit seinem Kollegen Dierks einer Hamelner Rutschgemeinschaft angehört und auch schon an der Deutschen Meisterschaft teilgenommen hat. Auch wenn letztlich Sekundenbruchteile entschieden haben, konnten die Gütersloher Warner, für den der 70 Meter lange Wasserparcours im Tropicana quasi die „Hausrennstrecke“ ist, nicht übertrumpfen. Aber dafür, dass die beiden die Rutsche vor dem Wettkampf noch nie ausprobiert hatten, waren sie dem Sieger knapp auf den Fersen.

Alles eine Frage der Übung und der Technik. Es gibt jedoch auch Tricks: „Man muss sich ganz flach und schwer machen, um auf Geschwindigkeit zu kommen“, erklärte Cedric Hartwig (13) aus Pollhagen, der es dieses Mal leider nicht auf das Siegertreppchen geschafft hat. „Die Rutsche am besten so wenig wie möglich berühren“, riet hingegen Warner, der sich mit seinem Sieg für den Landesentscheid in Wolfsburg qualifiziert hat.

„Die Erwachsenen haben viel mehr Erfahrung“, wie der zehnjährige Julian Busch aus dem Extertal feststellen musste. Gegen den 41-jährigen Sieger und die Schwimmmeister aus Gütersloh hatten die beiden Jungen zwar keine Chance, Spaß gemacht hat es ihnen dennoch. Im nächsten Jahr wollen sie sich wieder in die wilden Fluten stürzen und wer weiß, mit der Erfahrung aus diesem Wettkampf, rutschen Sie den anderen beim nächsten Mal vielleicht davon.

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