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Toiletten-Häuschen wird repariert

Stadthagen Toiletten-Häuschen wird repariert

Die öffentliche Toilette an der Niedernstraße soll nun doch repariert werden. Dazu haben sich die Fraktionen nach einem Gespräch mit der Verwaltung entschieden.

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Die Fraktionsvorsitzenden sind sich uneins über den Sinn einer Instandsetzung der Toilette.

Quelle: rg

Stadthagen. . Allerdings sollen auch Alternativen geprüft werden.

 Wie berichtet, ist die Toilette seit Anfang Januar kaputt. Die Reparatur soll rund 6000 Euro kosten. Angesichts der angespannten Haushaltslage hatten Teile der Fraktionsvorsitzenden infrage gestellt, ob sich die Instandsetzung lohnt.

 Die Verwaltung will nun sondieren, ob es einen Markt für den Verkauf der Toilette gibt. Fraglich ist, ob sich die vor sechs Jahren investierte Summe in Höhe von rund 100.000 Euro auch nur ansatzweise wieder reinholen lässt. CDU Heiko Tadge

 Die hatte sich schon damals vehement gegen die öffentliche Toilette ausgesprochen – nicht nur aus finanziellen, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Dementsprechend erfreut zeigt sich der Fraktionsvorsitzende , „dass sich auch die Mehrheitsfraktion mittlerweile Gedanken macht, Abstand von diesem Schandfleck in der Innenstadt zu nehmen“. Richard Wilmers WIR/FDP-Sprecher

 kann Tadges Kritik an der Toilette nicht nachvollziehen. Die Umsetzung sei durchaus gelungen und habe sich gelohnt, meint der . „Eine Toilette muss kein Barock-Schlösschen sein, sondern Bedürfnisse erfüllen.“ Von den alternativen Lösungsvorschlägen hält Wilmers wenig.

 So ist zum einen angedacht, in einem der zahlreichen Leerstände in der Innenstadt eine Toilette einzurichten. Der Vorteil aus Sicht von Tadge: „Die Nutzer fühlen sich nicht so auf dem Präsentierteller, wenn sie in ein Gebäude gehen, das sich in die Häuserflucht einfügt.“ Die Zahl der Nutzer von sechs pro Tag zeige schließlich, dass die Toilette an der Niedernstraße nicht angenommen wird.

 Ungeklärt ist dabei allerdings die Frage der Kosten. „Wenn wir dafür eine hohe Pacht bezahlen müssen, haben wir auch nichts davon“, meint Wilmers, der auch die ebenfalls diskutierte Kooperation mit Gaststätten in der Innenstadt kritisch sieht.

 Das als „nette Toilette“ bezeichnete Modell sieht vor, dass die Geschäftsleute ihre Sanitäranlagen auch für Nicht-Kunden öffnen. Im Gegenzug würde die Stadt eine Säuberungs- und Instandhaltungsgebühr zahlen.

 Allerdings ist die Idee nicht neu: Vor der 100.000 Euro teuren Anschaffung der öffentlichen Toilette gab es das bereits. 2010 hatte der Rat auf Vorschlag vom damaligen Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) den jährlichen Zuschuss der Stadt an die beteiligten Geschäftsleute in Höhe von 5000 Euro eingestellt. Der Sprecher der rot-grünen Mehrheitsgruppe Jan-Philipp Beck (SPD), sieht dabei die Problematik, dass die Toiletten nur zu den Öffnungszeiten der Geschäfte und Gaststätten zugänglich wären. SPD und Grüne seien aber grundsätzlich offen für alternative Lösungen. Bürgermeister Oliver Theiß

 Die Verwaltung hatte bis zuletzt immer betont, an der Toilette unabhängig von den Kosten festhalten zu wollen. (parteilos) hält die Idee der „netten Toilette“ „grundsätzlich für überlegenswert“. Allerdings weist der Verwaltungschef darauf hin, dass die Anschaffung der öffentlichen Toilette bewusst beschlossen worden sei, um die 24-Stunden-Verfügbarkeit zu garantieren, was insbesondere bei Abendveranstaltungen und auch aus touristischer Sicht wichtig sei.

 Die Idee einer öffentlichen Toilette in einem Leerstand sollte nach Ansicht von Theiß im Falle einer Verkaufsmöglichkeit geprüft werden. „Da ein Leerstand wahrscheinlich eine Anmietung voraussetzen würde, müssten die Kosten denen der jetzigen Lösung gegenübergestellt werden“, betont Theiß allerdings. ber

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