Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
„Trauer braucht einen Ort“

Gedenkstätte für Sternenkinder „Trauer braucht einen Ort“

Eine Grab- und Gedenkstätte für sogenannte „Sternenkinder“ ist am Wochenende auf dem Friedhof der St.-Martini-Gemeinde eingeweiht worden. Auf dem künstlerisch gestalteten Gräberfeld sollen früh gestorbene sowie tot geborene Kinder begraben und ihrer gedacht werden.

Voriger Artikel
Becker sieht sich als Innenpolitiker
Nächster Artikel
Zu Besuch bei Katze und Kaninchen

Unter Leitung von Oberprediger Martin Runnebaum (Dritter von links) wird die Grab- und Gedenkstätte für „Sternenkinder“ auf dem St.-Martini-Friedhof eingeweiht.

Quelle: rg

Stadthagen. „Wir wollen damit der erhöhten Sensibilität dafür, dass die Trauer der Angehörigen einen Ort braucht, Rechnung tragen“, begründet Oberprediger Martin Runnebaum die Initiative. Es solle damit auch zum Ausdruck kommen, dass früh gestorbene oder tot geborene Kinder „von Gott geliebtes vollwertiges Leben sind“.

 Zentrum der Anlage ist ein kreisrundes Gräberfeld mit einem Radius von 3,60 Meter, das in 27 trapezförmige Grabstellen parzelliert ist. Zu dem Rondell führt ein geschwungener Plattenweg. Als Material für die Einfassung diente Sandstein von abgeräumten Gräbern des Friedhofs. Konstruiert wurde die Anlage von St.-Martini-Friedhofsmeister Gerd Giesendorf, der vor drei Jahren auch den Impuls zu diesem Vorhaben gab: „Das ist mir eine Herzens- und Glaubensangelegenheit.“ Umgesetzt wurde die Anlage von einem beauftragten Steinmetzbetrieb und Friedhofsmitarbeitern.

Gedenkstätte an der Stele

 Jüngst aufgestellt wurde im Zentrum der Anlage eine Stele der Limburger Künstlerin Sylke Lenerz. Auf einer Seite des 1,80 Meter hohen Kunstwerks aus geölter Eiche findet sich die Anlage der Grab- und Gedenkstätte in stilisierter Form wieder. Der symbolisierte Weg endet in einer oben auf der Stele angebrachten blauen Kugel.

 Auf einem Band mit bunten Keramikplatten sind rings um die Stele etliche Abdrücke von Kinderhänden zu sehen. Die Kinder der Kita Regenbogenhaus, die ihre Handabdrücke dafür zur Verfügung gestellt hatten, waren mit ihren Erzieherinnen bei der Einweihung zugegen. „Auf besonderen Wunsch unserer Pastoren soll die Stele auch als Gedenkstätte für ,Sternenkinder‘ dienen, die nicht hier begraben wurden“, erläutert Griesendorf.

 Über den Anteil der St.-Martini-Gemeinde hinaus wurde die Stele finanziert durch Spenden der katholischen St. Joseph-Gemeinde, der hiesigen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und von privaten Spendern. ssr

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr