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Treffer ins „Herz feministischer Satire“

Stadthagen / Wilhelm-Busch-Preis Treffer ins „Herz feministischer Satire“

Die langjährige „Emma“-Cartoonistin Franziska Becker hat am Donnerstagabend im Stadthäger Ratskeller den Wilhelm-Busch-Preis 2013 entgegengenommen. Novum in diesem Jahr war die Verleihung einer zusätzlichen, „kleinen“ Auszeichnung – des Hans-Huckebein-Preises.

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„Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer (rechts) freut sich mit „ihrer“ Cartoonistin Franziska Becker über den Wilhelm-Busch-Preis. 

Quelle: rg

Stadthagen. Auch „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer sprach zu den rund 300 Gästen im Ratskeller. Sie lobte die „Mischung aus Sarkasmus und Zärtlichkeit“, die Beckers Bildergeschichten ausmache. „Ihre Cartoons sind nie menschenverachtend oder wirklich böse“, sagte die Publizistin. Schon als sie sich 1976 kennenlernten, hätte Becker mit ihrem ersten „Emma“-Beitrag sogleich „ins Herz der feministischen Satire getroffen“.

Den Preis überreichte Gisela Vetter-Liebenow, Geschäftsführerin der Wilhelm-Busch-Gesellschaft. Sie sprach von den „kleinen, wenigen Strichen“, mit denen Becker ihre Figuren unterschiedlichste Emotionen ausdrücken lasse. „Wir alle wären doch manchmal gern wie Beckers Heroinnen“, sagte Vetter-Liebenow.

Warum es so wenige Frauen im Metier gebe, wollte Moderator Frank von Sassen von Becker wissen. Anmaßend und frech seien Karikaturen, antwortete die Zeichnerin. Frauen seien oft „eher lieb“ und müssten sich solche Eigenschaften erst erarbeiten. Schmunzelnd enttäuscht zeigte sich die Preisträgerin, dass zu ihrer Auszeichnung keine „Hans Huckebein“-Trophäe gehörte wie bei den anderen Ausgezeichneten des Abends.

Volker Henning und Dieter Kreuzhuber bekamen den ersten „Hans“. Beide zeigten sich begeistert von Rezitator Frank Suchland, der die Werke der Dichter vortrug.

Da wurden in bester Busch-Manier menschliche Eitelkeiten vorgeführt, die des Weinkenners oder auch die des Politikers – „weil es gerade so gut passt“, erklärte Suchland. Die „Men in Black“ gestalteten die musikalischen Zwischensequenzen mit Rock und Blues, also laut. „Ganz in Buschs Sinne“, war Moderator Sassen überzeugt.

Stifter des Wilhelm-Busch-Preises sind die Sparkasse Schaumburg, die „Schaumburger Landschaft“ sowie die Schaumburger Nachrichten. jcp

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