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Trinker-Szene: Drei Polizeieinsätze an einem Tag

Ärger in Stadthagens guter Stube Trinker-Szene: Drei Polizeieinsätze an einem Tag

Mit den ersten Sonnenstrahlen und milderen Temperaturen kommt auch wieder die sogenannte Trinker-Szene auf dem Marktplatz in Stadthagen zum Vorschein. Am Donnerstag eskalierte die Situation innerhalb der Gruppe von zehn Personen. Das Resultat: drei Polizeieinsätze, wütende Geschäftsleute und verunsicherte Passanten. Und das ist nur ein Schlaglicht.

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Nur einer von drei Einsätzen der Polizei am Donnerstag auf dem Marktplatz. Die sogenannte Trinker-Szene hält die Beamten auf Trab. 

Quelle: pr. (2)

Stadthagen (vin). Los ging es bereits vormittags. Die Männer und Frauen hatten es sich auf den Bänken und Steinpoldern vor dem Ratskeller bequem gemacht. In ihrer Mitte eine Kiste Bier und diverse andere Getränke. Im Laufe der nächsten Stunden kam es dann zu einem lautstarken Streit zwischen zwei Trinkern. Die Polizei kam, nahm die Personalien auf und trennte die Streithähne.

Doch die Situation eskalierte zwischen 14 und 16 Uhr weiter. Ein Mann stand vor dem Ratskeller, die anderen nahmen im Durchgang zur St.-Martini-Kirche Platz. Über die zehn Meter brüllten sich in der Folge zwei Männer an, drohten gegenseitig lautstark, sich abzustechen, umzubringen und beschimpften sich aufs Übelste. Das berichteten unserer Zeitung gestern diverse Anlieger.

Die Polizei kam ein zweites Mal. Doch da tranken die beiden Männer, die sich kurz vorher noch gar nicht grün waren, einen miteinander und teilten sich Zigaretten. Allerdings hielt die Waffenruhe nicht lange. Gegen 18 Uhr kam ein Mann in den Ratskeller. „Er schrie, ich solle die Polizei rufen, er sei verprügelt worden“, berichtete Ratskeller-Chef Oliver Sieloff. Der Gastronom wiederum wollte den Mann erst einmal zur Ruhe bringen. „Dann hat er mich angepackt und ich habe ihn rausgeschmissen.“ Kurz darauf rief er die Polizei. Der dritte Einsatz an diesem Donnerstag.

„Wenn das so weitergeht, sitzt bei mir bald keiner mehr auf der Terrasse“, befürchtet der Stadthäger. „Die Stadt muss endlich etwas unternehmen“, fordert Sieloff.
Das sieht auch ein ortsansässiger Geschäftsmann so, der namentlich nicht genannt werden möchte. „Warum richtet die Stadt im Umkreis von 500 Metern um den Brunnen kein Alkoholverbot mit Ausnahmeflächen für Gastronomen ein?“, fragt er. Bei gutem Wetter kämen die ersten Mitglieder der Trinker-Szene bereits um 9.30 Uhr auf den Marktplatz. „Die ganze Innenstadt fühlt sich belästigt von der Gruppe.“

Es ist die Rede davon, dass sich Geschäftsleute in der Fußgängerzone bereits einen Gesprächstermin bei Bürgermeister Oliver Theiß geholt haben. Die Bewohner einer Wohngemeinschaft haben nach eigenen Angaben eine Unterschriftenaktion gestartet. Zudem habe die Gruppe bereits Kontakt mit Stadtverwaltung aufgenommen.

Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, gab es sowohl Mittwoch als auch Donnerstag mehrere Einsätze auf dem Marktplatz und vor der Kirche wegen der sogenannten Trinker-Szene. Und auch gestern war eine Streifenwagenbesatzung allein bis 12 Uhr schon einmal ausgerückt.

Die Stadt Stadthagen nimmt die Beschwerden der Bürger nach eigenen Angaben ernst und stehe deshalb in einer direkten Zusammenarbeit mit der Polizei in dieser Angelegenheit. „Sollten trotzdem Vorfälle Anlass zur Beschwerde geben, stehen Ihnen die Kontaktbeamten der Citywache sowie die Stadtverwaltung, Telefon: (0 57 21) 78 21 68, gerne persönlich zur Verfügung“, hieß es in einer Pressemitteilung von Mitte März. Ob und wieviele Stadthäger bei der Verwaltung bereits wegen der Trinker-Szene vorstellig wurden, konnte gestern nicht in Erfahrung gebracht werden.

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