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Trinker: „Viele wünschen uns Glück“

Szene vermeidet Ärger mit Bürgern Trinker: „Viele wünschen uns Glück“

Seit dem 1. Juli kümmern sich Dan Singh und Florian Klatt um die innerstädtische Trinkerszene. Ziel ist, Konflikte mit Bürgern und Gastronomen zu vermeiden, wie es sie in der Vergangenheit öfter gegeben hat. Die Betreuer selbst ebenso wie die beteiligten Behörden betrachten das Experiment als geglückt.

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STADTHAGEN. . „Wir bekommen eigentlich nur positive Rückmeldungen“, sagt Singh. „Viele wünschen uns auch Glück, dass das mit unserem Treffpunkt an der Herminenstraße klappt.“ Singh und Klatt sind selbst Mitglieder der Gruppe, die sich seit einigen Jahren an unterschiedlichen Stellen des Marktplatzes trifft. Dort trinken die Männer und Frauen Alkohol in größeren Mengen. Im vergangenen Jahr häuften sich Beschwerden über Lautstärke und mitunter aggressives Benehmen der Clique.
Die Stadtverwaltung reagierte mit einem Runden Tisch, an dem außer Vertretern von Polizei, Kirche und Suchtberatung schließlich auch Klatt und Singh als Fürsprecher der Trinker Platz nahmen. Der Zusammenschluss einigte sich auf eine Zwischenlösung: Bis ein Treffpunkt für die Trinker gefunden ist, an dem sie niemanden stören – möglicherweise könnte ein solcher an der Herminenstraße liegen – soll die Szene sich selbst verwalten (wir berichteten).
Klatt und Singh stehen als Ansprechpartner bei Problemen zur Verfügung. Allerdings nicht allgemein und für ausnahmslos alles, was den Bürger so in der Innenstadt stört. Singh schmunzelnd: „Einer hat sich bei uns beschwert, weil die Kanten der Gullydeckel zu weit aus der Straße hervorlugten.“ Entgegengenommen habe er das Anliegen aber trotzdem – und es dann ans Bauamt weitergeleitet.
Auch die Verwaltung zeigt sich bis dato zufrieden mit dem Testballon Selbstverwaltung. „Mir ist bisher nichts Schlechtes zu Ohren gekommen“, sagt Iris Freimann vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt.
Und bei der Stadthäger Polizei hat es nach eigenen Angaben keine Beschwerden über die Gruppe gegeben, seit Klatt und Singh ihre Aufgaben übernommen haben. Die Beamten gehen aus diesem Grund davon aus, dass die Selbstverwaltung der Gruppe funktioniert.
Das nächste Treffen zwischen Verwaltung, Trinkern und anderen Akteuren ist für Mittwoch angesetzt. jcp

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