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Trinkerszene soll sich selbst betreuen

Versuchsphase Trinkerszene soll sich selbst betreuen

Wenn von der hiesigen Trinkerszene Unfrieden ausgeht, sollen dies künftig Beteiligte in den Griff bekommen. Zwei Mitglieder der hiesigen Gruppierung haben sich bei einem Treffen mit der Stadt nämlich bereit erklärt, eine Betreuungsfunktion zu übernehmen.

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Quelle: pr.

Stadthagen. Wie Bürgermeister Oliver Theiß mitteilte, bestand in der Runde Einigkeit darüber, im Juni einen solchen Versuch zu starten. An dem Treffen hatten Vertreter der Stadt, der Polizei, der Kirche und von Sozialverbänden teilgenommen.

Betreuung muss akzeptiert sein

Das Gespräch mit den beiden Mitgliedern der Trinkerszene sei sehr gut verlaufen, betonte Theiß: „Sie sind dabei mit sich und der Szene teilweise sehr kritisch umgegangen.“ Nach reiflicher Überlegung sei man in der Runde zu der einhelligen Überzeugung gelangt, einen Versuch der Selbstbetreuung zu starten. Mit ausschlaggebend dafür sei, dass es sich um „ein Modell des Miteinanders“ handele. „Die Betreuung muss in der Szene akzeptiert sein, damit sie zum Erfolg führen kann“, erläuterte Theiß. Die beiden Betroffenen sollen Mitte Juni der Öffentlichkeit vorgestellt werden, kündigte der Bürgermeister an. Anschließend solle dann eine etwa einmonatige Probephase starten.

Im Zweifel die Polizei rufen

Die Männer sollen laut Theiß vor allem in den Nachmittagsstunden Ansprechpartner für die Bürger sein und eine Art Vermittlerrolle zwischen der Szene, den Behörden und der Öffentlichkeit wahrnehmen. Vormittags hat die Citywache ein Auge auf die Gruppierung. Zudem haben die beiden Mitglieder die Aufgabe, bei einem entstehenden Streit oder wenn es zu laut wird, deeskalierend wirken. Im Zweifel sollen sie die Polizei rufen. Als eine Rahmenbedingung gilt, dass sie während ihres Einsatzes nüchtern sind. In der Probephase werden die beiden Mitglieder kostenlos tätig sein. Sollte der Versuch jedoch erfolgreich verlaufen, fügte Theiß hinzu, sei eine Anstellung auf 450 Euro-Basis vorstellbar.

Parallel zu diesem Versuch werden die beteiligten Sozialverbände laut Theiß weiter nach Möglichkeiten suchen, eine stundenweise professionelle Betreuung durch einen ihrer Mitarbeiter zu organisieren. Diese Lösung werde weiter ins Auge gefasst, falls der Versuch der Selbstbetreuung scheitern sollte. ssr

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