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Trinkerszene will doch nicht

Kein Treffpunkt an Herminenstraße Trinkerszene will doch nicht

Für große Überraschung bei der Stadtverwaltung hat die Stadthäger Trinkerszene nun gesorgt: Die Gruppe möchte den von ihr selbst vorgeschlagenen und von der Stadtverwaltung bereits vorbereiteten neuen Treffpunkt an der Herminenstraße doch nicht in Anspruch nehmen.

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Quelle: Archiv

Stadthagen. Die Neuigkeit wurde der Verwaltung nicht von der Gruppe selbst, sondern erst durch die Schaumburger Nachrichten mitgeteilt. „Das Projekt wird jetzt doch nicht wie geplant weitergeführt, wir brauchen den Platz definitiv nicht“, sagt Dan Singh, Sprecher der Szene. Der Grund: Die Trinker, die sich zum Ärger von Passanten und Geschäftsleuten in der Vergangenheit an der Kirche und auf dem Marktplatz aufgehalten haben, hätten sich nun umorientiert. Somit sei der  neue Treffpunkt nicht mehr notwendig.

Das war Singh bei einer Begehung Anfang Mai, bei der zusammen mit der Integrationsbeauftragten Günes Tezcan und dem Bauhof das weitere Vorgehen besprochen wurde, noch nicht bewusst. Nachdem der Bauhof den Platz hergerichtet hatte und die Gruppe nur noch letzte Aufräumarbeiten durchführen musste, um das Zelt aufgeschlagen zu können, hatten sich die Trinker bereits umorientiert. Die Verwaltung wartete lediglich noch auf Rückmeldung von Singh, als die überraschende Wende kam.

Jugendtreff vorgeschlagen

„Wir wussten, dass sich die Gruppe aufgrund von Wegzügen und auch Todesfällen verkleinert hat“, sagt Bürgermeister Oliver Theiß auf Anfrage der SN. Dass sich das Vorhaben nun gänzlich erledigt habe, sei aber nicht absehbar gewesen. Wie berichtet, hat die Grünen-Fraktion kritisiert, dass die Szene an den Stadtrand gedrängt und „ausgegrenzt“ werde. Den Vorwurf hält Theiß für „verfehlt“. Schließlich habe die Gruppe den neuen Treffpunkt selbst gewählt.

Damit der Platz an der Herminenstraße nun nicht umsonst geräumt wurde, hat der Sprecher der Szene sich Gedanken über eine andere Nutzung gemacht. Singh schlägt vor, dort einen Treffpunkt für Jugendliche zu errichten. Die Stadtverwaltung hingegen wird nach Worten von Theiß die Szene weiterhin beobachten und den Platz zur Verfügung stellen, sollte wieder Bedarf entstehen. Derzeit gibt es aus Sicht des Bürgermeisters aber nichts zu beanstanden: Vergangenes Jahr habe sich das Verhalten der Trinkerszene zum Positiven gewendet. Auch Zwischenfälle in der Innenstadt hat es laut Theiß nicht mehr gegeben. Singh stehe dennoch auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung und bleibe mit der Verwaltung in Kontakt. tbh

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