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Trinkerszene zieht um

Stadt will Container an der Herminenstraße aufstellen Trinkerszene zieht um

Die Stadthäger Trinkerszene soll in absehbarer Zeit einen Treffpunkt zur Verfügung gestellt bekommen. Geplant ist dieser an dem der Stadt abgelegenen Ende der Herminenstraße.
Diese Örtlichkeit entspreche ausdrücklich den erklärten Wünschen der Betroffenen, betonte Bürgermeister Oliver Theiß.

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Quelle: rg

Stadthagen.  „Wir sind damit bei der Lösung des Problems einen guten Schritt weiter gekommen“, zeigt Theiß sich über die neue Entwicklung zufrieden.
Auf dem ins Auge gefassten Grundstück neben der städtischen Obdachlosenunterkunft befindet sich derzeit noch ein leer stehendes stadteigenes Gebäude, das laut Weisung der Bauaufsicht aus statischen Gründen über kurz oder lang ohnehin abgerissen werden muss. Wann dies passieren soll, ist nach Auskunft von Theiß derzeit allerdings noch unklar.

Geplant ist, nach dem Abriss des Hauses auf der Bodenplatte mit ihren Versorgungsanschlüssen einen Container inklusive Toilette aufzustellen. Dieser Treffpunkt wäre nach den Worten des Bürgermeisters für die Trinkerszene ausschließlich zum Aufenthalt tagsüber gedacht. Derzeitige Vorstellung ist laut Theiß, den Jugendcontainer an der Jahnstraße, der mangels Nachfrage nicht mehr gebraucht werde, umzusetzen. „Dann würden uns keine Kosten für eine Anschaffung entstehen“. Bei der Einrichtung werde es sich hauptsächlich um einige Tische und Stühle handeln. „Wir hoffen, dass wir die gestiftet bekommen“, erläutert Theiß.
Da die Stadt den Treffpunkt nach Darstellung des Bürgermeisters aber schnell schaffen will, soll bis zum Aufstellen des Containers baldmöglich eine provisorische Lösung eingerichtet werden. Gedacht ist dabei dort an das Aufrichten eines Zeltes. Die Stadtverwaltung eruiere derzeit bei den Ortsverbänden von Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Feuerwehr, so Theiß, „ob wir aus deren Beständen ein Zelt kostenlos übergeben bekommen“. Das Provisorium des Zeltes könne auch dazu dienen, zu beobachten, wie das Ganze funktioniert, fügt der Verwaltungschef hinzu.

Das Angebot des Zeltes sowie des Containers sei freilich nur für die wärmeren Jahreszeiten gedacht, führt Theiß weiter aus: „Im Winter zeigen sich die Betroffenen aber ohnehin nur selten im Freien.“
Theiß bekräftigt: „Ich habe die Hoffnung, dass sich die Problemlage dadurch ganz stark entschärft.“ Bislang treffen sich die meisten Mitglieder der Szene zwischen Marktplatz und St.-Martini-Kirche, was wiederholt zu erheblichen Problemen mit Bürgern und umliegenden Gastronomen geführt hat. „Sicherlich werden auch künftig hin und wieder einige Wenige am Marktplatz sitzen – etwa die, die im direkten Umfeld wohnen –, denn wir können selbstverständlich niemandem seinen Aufenthaltsort vorschreiben“, räumt Theiß ein.

Die beiden Männer, die seit dem 1. Juli als Vermittler zwischen der Trinkerszene, den Bürgern und der Stadtverwaltung fungieren (wir berichteten), sollen laut Theiß künftig mit Fahrrädern ausgestattet werden, damit sie sowohl an der Herminenstraße als auch am Marktplatz tätig sein können.

ssr

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