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Trio nach Einbruchserie vor Gericht

Acht weitere Einbrüche Trio nach Einbruchserie vor Gericht

Einer sitzt bereits in Haft, der andere kämpft um seine Freiheit: Vor und hinter zwei jungen Männern aus Stadthagen, 20 und 22 Jahre alt, liegen aufreibende Tage. Gerade hat ein Gericht sie wegen Diebstahls in zwei Fällen verurteilt, schon wartet der nächste Prozess.

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Quelle: dpa

Stadthagen/Bückeburg. Es geht um acht weitere Einbrüche. Der 20-Jährige war in einem früheren Verfahren vom Vorwurf freigesprochen worden, insgesamt neun Brände in Stadthagen, Hülshagen und Enzen gelegt zu haben. Hinter Gittern sitzt er wegen der beiden Einbrüche - und weil Fluchtgefahr besteht. Die Haft „tut ihm ausgesprochen gut“, meint Richter Peter Rohde, dessen Kammer am Landgericht in Bückeburg jüngst die Berufungen beider Männer wegen zweier Einbrüche verworfen hat. An die Stelle eines „unsteten Lebenswandels“ (Rohde) ist im Gefängnis offenbar ein geregelter Tagesablauf getreten.

Von einer positiven Sozialprognose, der Voraussetzung für Bewährung, konnte in Freiheit jedenfalls keine Rede sein. „Uns ist nichts eingefallen, was man in die Waagschale werfen könnte“, so Richter Rohde. Den zweiten Einbruch hatte der Stadthäger beispielsweise begangen, nachdem ein Haftbefehl gegen ihn ausgesetzt worden war. Zudem ist er vorbestraft, hatte nur vorübergehend einen festen Wohnsitz und keine sozialen Bindungen.

Im dem Prozess, der am Freitag vor dem Amtsgericht Stadthagen beginnt, sitzt ein dritter Mann (20) mit auf der Anklagebank. Begangen haben soll das Trio die acht Einbrüche laut Anklage in wechselnder Beteiligung, alle im Jahr 2013. Aus einer Stadthäger Gaststätte hatten zunächst unbekannte Täter Nahrungsmittel für 100 Euro mitgehen lassen, aus den Duschräumen am Jahnstadion 80 Euro Bargeld und Süßigkeiten. Zudem richteten sie dort am Sportheim Sachschaden in Höhe von etwa 1000 Euro an.

Ein Flachbildfernseher, Bier und mindestens 50 Euro fehlten nach einem Einbruch ins Vereinsheim des SV Union, während die Täter im Lehrerzimmer der Hans-Christian-Andersen-Schule Alarm auslösten, nachdem sie etwa 700 Euro Sachschaden verursacht hatten. Im Vereinsheim des TuS Fortuna Lauenhagen war die Beute ein Tresor mit 170 Euro, im Kinocenter ein Packen Gutscheine für zusammen 1000 Euro.

Zweimal sollen die Männer in die Grundschule Nienstädt eingebrochen sein und jeweils einen Tresor mit Bargeld gestohlen haben, unterm Strich eine vierstellige Summe. Hinzu kommen der Diebstahl von vier Bohrmaschinen aus einem Baumarkt sowie drei andere Taten, alles zusammen zwölf Fälle.

Im vorausgegangenen Prozess sind zwei Männer zu jeweils 18-monatigen Jugendstrafen verurteilt worden, einer mit, der 20-Jährige ohne Bewährung. Aus einer Autowerkstatt an der Lauenhäger Straße, an die ein Betrieb für Forst- und Gartentechnik grenzt, hatten die Heranwachsenden damals unter anderem fünf Motorsägen erbeutet, aus einer Kneipe in der Stadthäger Innenstadt einen zweistelligen Geldbetrag.

Die Bewährung für den 22-Jährigen ist mit mehreren Auflagen verbunden, darunter 100 Stunden gemeinnützige Arbeit. Falls er am Freitag erneut verurteilt wird, könnte Bewährung außer Reichweite geraten.  ly

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