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Tropicana: Rat stimmt für Förderantrag

Geld für Bewegungsbecken Tropicana: Rat stimmt für Förderantrag

Der Stadthäger Rat hat am Montagabend seinen politischen Willen zum Bau eines Bewegungsbeckens am Tropicana im kommenden Jahr bekräftigt. Anlass ist ein Förderprogramm des Bundes, bei dem die Stadt einen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro beantragen will. Einmütig hat der Rat diesem Förderantrag zugestimmt.

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Einmütig stimmen die Ratsmitglieder für den Förderantrag für den Bau eines Bewegungsbeckens am Tropicana.

Quelle: Archivfoto

Stadthagen. Damit hat das Gremium maßgeblich unterstrichen, dass die städtische Investition auch tatsächlich im kommenden Jahr getätigt werden soll. Bislang ist das Geld im laufenden Haushalt für 2015 lediglich als so genannte Verpflichtungsermächtigung für 2016 eingesetzt. Die formell letztgültige Entscheidung wird der Rat mit seiner Entscheidung über den Etat für 2016 fällen.

Neu ist, dass nicht nur für 1,7 Millionen Euro das Bewegungsbecken errichtet werden soll. Vielmehr ist jetzt auch der Bau einer neuen Wasserröhren-Rutsche für 600.000 Euro vorgesehen. Den Grund nannte Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos): Das Förderprogramm des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung verlangt eine gewisse Mindestsumme für die zu bezuschussende Investition. Diese Grenze überschreite man mit den Kosten für die Wasserrutsche. Im Rat war man sich einig, dass eine verbesserte Rutsche die Attraktivität des Tropicana deutlich steigern könne. Das Gerät wolle man zeitnah aber nur bauen, wenn das Fördergeld tatsächlich fließen sollte, hieß es.

Ob die Million aus dem Förderprogramm tatsächlich in Stadthagen ankommen wird, hängt von der Konkurrenzsituation ab. Theiß teilte dazu mit, bundesweit würden von dem Bundesinstitut im kommenden Jahr „25 bis 100 Projekte“ gefördert. Allein aus Niedersachsen seien seiner Kenntnis nach aber bereits rund 100 Projekte angemeldet.

Der rot-grüne Gruppensprecher Jan-Philipp Beck merkte an, der Zuschuss könne „ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung des Bewegungsbeckens sein“. Mit kritischem Unterton fragte er, warum nicht auch die Kosten für ein Freibad gleich mit in den Förderantrag eingearbeitet worden seien. SPD/Grüne und CDU hatten im September bekundet, den Bau eines Freibades bis 2020 anzustreben. Verwaltungschef Theiß antwortete, das Förderprogramm verlange für Projektanträge konkrete Pläne inklusive Kostenaufstellung. So weit sei man beim Freibad noch lange nicht.

CDU-Fraktionschef Heiko Tadge sagte, ein Zuschuss könne der Attraktivitätssteigerung des Tropicana „einen ordentlichen Schub“ verleihen.

Politik und Verwaltung auf das Förderprogramm aufmerksam gemacht hatte die Stadthäger Initiative „Pool Challenge“, die auf den Bau eines Freibades hinwirkt. Beck dankte der Gruppe und plädierte dafür, das im Falle einer Förderung eingesparte Geld für den Bau eines Freibades einzusetzen. ssr

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