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„Tropicana“-Sommerangebot erfährt in 2012 Neuauflage

Stadthagen „Tropicana“-Sommerangebot erfährt in 2012 Neuauflage

Es bleibt dabei: Ein neues Freibad wird es in der Kreisstadt frühestens 2014 geben. Ein Antrag der Gruppe WIR/FDP, „den Neubau zeitlich zu forcieren“, ist im Rat am Montagabend mit 3:29 Stimmen baden gegangen.

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Wann in Stadthagen wieder unter freiem Himmel geplanscht werden kann, ist Teil der politischen Debatten im Rat der Stadt.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Gleichzeitig beschloss der Rat einmütig, in den Monaten Juni bis August 2012 ein „Tropicana“-Sommerangebot zu vergleichbaren rabattierten Konditionen wie 2011 anzubieten.

Richard Wilmers bezeichnete es namens der Gruppe WIR/FDP als „unverzichtbar“, ein neues Freibad 2012 zu planen und 2013 zu bauen. Es sei „unzumutbar“, Stadthäger Freibadfreunde noch längere Zeit ins Umland fahren zu lassen. Das Sommerangebot des „Tropicana“ stelle keinen Ersatz für ein Freibad dar, argumentierte Wilmers.

Dem widersprach frontal Karsten Becker für die Mehrheitsgruppe SPD/Grüne. In den Monaten Juni bis August des vergangenen Sommers hätten fast 70000 Besucher das Sommerangebot des „Tropicana“ genutzt, ins Freibad seien im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2010 gerade einmal 17000 Personen gegangen. Das beweise, so Becker, „dass diese Zwischenlösung keineswegs unzumutbar, sondern höchst attraktiv ist.“

Auch SPD/Grüne wollten baldmöglich ein Freibad, versicherte Becker, „allein schon wegen des Sport- und Schulschwimmens“. Das Geld dafür stehe aber frühestens 2014 zur Verfügung. „Es ist unsere Absichtserklärung, dass es in jenem Jahr gebaut werden soll“, unterstrich Becker.

CDU-Fraktionschef Heiko Tadge sagte, für die Union stehe das ganze Thema wegen der Finanzlage „derzeit nicht zur Debatte“. Das Sommerangebot des „Tropicana“ sei ein „adäquates Angebot“. Für ein neu gebautes Freibad würden nicht nur die Investitionskosten anfallen, bemerkte Tadge, sondern Jahr für Jahr laufende Kosten „von mehr als 100000 Euro“. Ob man das überhaupt wolle, „darüber werden wir frühestens reden“, unterstrich der CDU-Vertreter, „wenn das Geld für die Investition einmal da wäre“.

Wilmers nannte es „völlig daneben“, dass die Union einen Neubau offenbar in Frage stelle. Der SPD warf er vor, diesen „durchsichtig zwei Jahre vor die nächste Kommunalwahl“ zu platzieren.

Auf diese Vorhalte reagierten die Sprecher der großen Fraktionen gereizt. „Wilmers verkneift sich auch nur den leichtesten Finanzierungshinweis“, rief Becker. Außerdem verhalte sich dieser „widersprüchlich“, wenn er den Schuldenstand der Stadt einerseits beängstigend nenne, andererseits aber rasch eine Million für das Freibad fordere.

Tadge versicherte, die CDU lehne ein Freibad keineswegs komplett ab, sehe aber den Zeitpunkt noch nicht gekommen, über dieses Thema zu reden.

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