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Stadthagen Stadt Tropicana auf Sparkurs
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Tropicana auf Sparkurs
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00:18 05.02.2018
Bürgermeister Oliver Theiß (von oben), Marketing-Mitarbeiterin Sara Steininger, Geschäftsführer Helmut Kirchhöfer und Betriebsleiter Jens Schmücking freuen sich auf die Eröffnung des Bewegungsbeckens am 2. März. Quelle: col
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STADTHAGEN

So konnte das Bad einen Besucherzuwachs verzeichnen und gleichzeitig die betrieblichen Aufwendungen senken. Über 250.000 Badegäste sind 2017 ins Tropicana gekommen – 6300 mehr als im Vorjahr. Das sei nicht selbstverständlich angesichts des sich ausbreitenden Wettbewerbs, richtet Kirchhöfer den Blick etwa nach Langenhagen, wo Ende vergangenen Jahres die Wasserwelt eröffnet hat.

Die Tropicana-Mitarbeiter würden jedoch regelmäßig von den Gästen zurückgespiegelt bekommen, wie begeistert sie von dem Ambiente seien. „Das zeigt, das wir mit der Erlebniswelt auf das richtige Pferd gesetzt haben.“ Natürlich spielt auch der unbeständige Sommer dem Bad in die Karten, ergänzt Oliver Theiß, als Bürgermeister Mitglied im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe. „Andere erhöhen jährlich ihre Preise, unsere sind seit 2013 für das Schwimmbad stabil“, sagt Betriebsleiter Jens Schmücking. Im Zuge des Wirtschaftsplanes für 2018 habe man wieder beschlossen, die Eintrittspreise stabil zu halten. Im Zuge der Erhöhung der Umsatzsteuer von sieben auf zehn Prozent sei man im vergangenen Jahr nicht darum herum gekommen, diese Steigerung an die Gäste weiterzugeben. „Die Zukunft wird zeigen, welche Auswirkungen die städtischen Sparmaßnahmen auf die Wirtschaftsbetriebe haben“, erklärt Kirchhöfer mit Blick auf den defizitären Haushalt.

„Deswegen arbeiten wir ständig an Maßnahmen, um die Kosten zu reduzieren“, fügt Schmücking an. Leider seien die Kosten für Personal (Tarif- und Mindestlohn) und Material gestiegen. Der Ansatzpunkt seien demnach die Energiekosten. Der Jahresabschluss werde zwar erst im Mai fertiggestellt, allerdings weisen die Prognosen darauf hin, „dass wir unsere Aufwendungen um zweieinhalb Prozent absenken konnten“, so der Geschäftsführer.

Dies sei vor allem den Energiekosten geschuldet. „Die fallenden Energiepreise haben uns in die Karten gespielt“, so der Betriebsleiter. Es sei damals die richtige Entscheidung gewesen, die Wärmegewinnung über zwei Biogasanlagen laufen zu lassen. Vor Jahren sei zudem ein Wassermanagementsystem eingeführt worden, was zu Einsparungen von 40.000 Euro geführt habe. „Im Moment sind wir dabei, ein Energieeffizienzprogramm durchzuführen“, erklärt Kirchhöfer. Dafür sei die gesamte Technik gutachterlich überprüft worden.

Das Ergebnis: Einsparungen sind möglich. In einem ersten Schritt werden zehn große Badepumpen, die bereits seit 1995 in Betrieb und jetzt abgängig sind, ausgewechselt. Kirchhöfer erklärt dazu: „Wir investieren 100.000 Euro, weil die heutigen Pumpen deutlich energieeffizienter sind.“ Gefördert wird das Projekt mit 36.000 Euro von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Bereits am Montag starten die Arbeiten. Beim zweiten Paket geht es um die Beckenhydraulik und Prozessregelungen, die jährlich Einsparungen von 42.000 Euro bringen sollen. Eine moderne Gebäudetechnik soll die Betriebskosten weiter senken.

Bürgermeister Theiß lobt die Anstrengungen, „die nicht vermeidbaren Personalkosten“ an anderer Stelle einzusparen. „Ich hoffe, dass wir die positiven Entwicklungen fortführen können.“

col

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