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Trotz Frühlingswetter klingeln die Kassen

Stadthagen Trotz Frühlingswetter klingeln die Kassen

Das Weihnachtsgeschäft ist aus Sicht der Einzelhändler bisher zufriedenstellend gelaufen. Trotz des milden Wetters werde annähernd der Umsatz aus dem Vorjahr erreicht, so der Tenor. Nur mit Mützen, Schals und Handschuhen sei derzeit kaum Geld zu verdienen.

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Anja Adelt (links) überreicht Franka Krogmann das Geschenkpaket. Die Spielmit-Chefin ist mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden.

Quelle: rg

Stadthagen. Der Vorsitzende des Stadtmarketing-Stadthagen (SMS), Günter Raabe, hat bisher überwiegend positive Rückmeldungen der Einzelhändler bekommen. „Mein Eindruck ist, dass es in den letzten Tag stark angezogen hat“, erklärt der SMS-Chef.

Dies deckt sich mit den Beobachtungen von Ludger Schmänk. „Zunächst war der Kundenandrang verhalten, aber seit Freitag hat er stark zugenommen“, berichtet der Filialleiter von Modehaus Hagemeyer. Das Phänomen der Spätkäufer sei besonders ausgeprägt, da der Heiligabend in diesem Jahr auf einen Donnerstag falle. Auch die frühlingshaften Temperaturen wirken sich laut Schmänk auf den Einzelhandel aus. „Wir haben daher bereits einige Preise für Winterartikel reduziert.“ Insgesamt sei er aber zufrieden, zumal das Geschäft mit Gutscheinen immer besser laufe.

„Winterkleidung läuft nicht so“, hat auch Jochen Kreft vom gleichnamigen Sporthaus festgestellt. „Bei dem Wetter kauft niemand Handschuhe oder Mützen.“ Dafür sei der Absatz von Jogging-Kleidung hoch gewesen. Insgesamt sei das Weihnachtsgeschäft zwar etwas schwächer als im Vorjahr, „wir sind aber zufrieden“. Zumal Kreft die Hoffnung hat, „dass auch in diesem Jahr für einige Weihnachten überraschend kommt“.

Diese Erfahrung macht auch Anja Adelt. „Das wird immer kurzfristiger“, beschreibt die Geschäftsführerin von Spielmit die Hochphase vor Heiligabend. Der Absatz von Spielsachen laufe ähnlich gut wie in den Vorjahren. Besonders beliebt seien Gesellschaftsspiele, vor allem die Spiele des Jahres Spinderella und Colt Express. „Außerdem geht der Trend zum Selbermachen; Kreativkästen und Nähmaschinen für Kinder erfreuen sich wachsender Beliebtheit“, berichtet Adelt, die insgesamt zufrieden mit ihrem Umsatz ist. „Aber wir müssen doch sehr gegen den Online-Handel ankämpfen.“

Stilhaus-Inhaberin Britta Borges hat festgestellt, dass vor allem die „WhatsApp-Generation“ in der Stadt kaum noch zu sehen sei. „Die unter 30-Jährigen kaufen fast ausschließlich im Internet. Das zeigt sich auch im Fernsehen, wo fast nur noch Werbespots für den Online-Handel zu sehen sind.“ Angst mache der Geschäftsfrau diese Entwicklung zwar nicht, dennoch könnte sie irgendwann ihre Konsequenzen daraus ziehen. „Früher oder später werde ich auch online gehen und das Geschäft schließen. Das ist nun mal der Wandel der Zeit.“

Grundsätzlich ist Borges mit ihrem Umsatz in diesem Jahr zufrieden. „Ein Knaller war es aber nicht. Wetterbedingt ist keine Weihnachtsstimmung aufgekommen, von der die Leute mitgerissen wurden.“ Für Mittwoch erwartet Borges dennoch ein gutes Geschäft, denn: „Dann kommen die verzweifelten Männer.“ ber

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