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„Tu Wat“ will altes Postgebäude mieten

Stadthagen / Jugend „Tu Wat“ will altes Postgebäude mieten

Der Jugendverein „Tu Wat“ in Stadthagen will das alte Postgebäude an der Bahnhofstraße anmieten. Dort möchten die Ehrenamtlichen ein Jugend-Café mit regelmäßigen Veranstaltungen und einem Kreativbereich anbieten.

Stadthagen (ssr). Der Verein bei der Stadt einen Mietzuschuss beantragt. Die Verwaltung hat vorgeschlagen, dem Verein in den kommenden fünf Jahren dafür insgesamt 40.000 Euro zu geben. Im Ausschuss für Jugend, Familie, Soziales und Sport des Rates stieß eine entsprechende Vorlage der Verwaltung aber vorerst auf Skepsis und offene Fragen.

Die Verwaltung hatte einen Vertragsentwurf vorgelegt. Demnach soll sich „Tu Wat“ zur Ausführung folgender drei Aufgaben verpflichten: Das Vorhalten „alternativer Freizeitangebote für Jugendliche“, die Durchführung von Beteiligungsprojekten für junge Leute mit „aktuellen, lebensweltorientierten Themen“ sowie ein regelmäßiger Austausch mit der Stadtjugendpflege zur Sicherstellung eines Qualitätsmanagements.

Sandra Wiechmann betonte namens der Verwaltung, „Tu Wat“ habe in den vergangenen Jahren gute Jugendarbeit geleistet. Den früheren Standort an der Krummen Straße habe der Verein vor einiger Zeit verlassen müssen. In dem alten Postgebäude sehe der Vereinsvorstand nun endlich eine gute Alternative. Mit der Förderung von „Tu Wat“ biete sich für die Stadt die Chance, eigenverantwortliches, ehrenamtliches Engagement Jugendlicher zu stützen.

Ulrike Koller (SPD) ergänzte, „Tu Wat“ leiste Arbeit mit solchen Jugendlichen, die von den sonstigen Strukturen der Jugendarbeit in Stadthagen „nicht angesprochen oder aufgefangen werden“. Merve Neumann-Tietzer (SPD) fügte hinzu, wenn man eigenverantwortliches Engagement junger Leute wolle, müsse man dem auch eine finanzielle Absicherung geben.

Thomas Pawlik vom „Präventionsrat Wir+“ wies darauf hin, dass 40.000 Euro als Posten im städtischen Jugendbudget ein recht hoher Betrag seien. Wie Pawlik forderte auch Renate Soergel (CDU), es müsse viel deutlicher werden, welche Rolle das „Tu Wat“-Projekt im Rahmen des Gesamtkonzeptes der Jugendarbeit in der Kreisstadt spielen solle. Zudem herrschten in der CDU-Fraktion Zweifel, „ob diese Sache auf Dauer klappen kann“. Renate Jobst (FDP) bezeichnete das bisher vorgelegte Konzept als „zu sehr wischi waschi“.

Der Ausschuss beschloss einhellig, „angesichts der vielen offenen Fragen“, so Vorsitzende Neumann-Tietzer, das Thema zunächst weiter in den Fraktionen zu beraten. In der kommenden Ausschussitzung soll der „Tu Wat“-Vorstand sein Konzept möglichst konkret vorstellen.

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