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Tunesien ist „touristisch tot“

Reisebüros müssen vielfach umbuchen Tunesien ist „touristisch tot“

Der Anschlag in Tunesien mit knapp 40 Todesopfern ist nicht nur menschlich eine Tragödie, sondern hat auch katastrophale Auswirkungen auf den Tourismus in dem Land am Mittelmeer. Stadthäger Reisebüros haben entsprechend auf die Umstände reagiert und bieten Umbuchungen beziehungsweise Stornierungen an.

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Stadthagen (js). „Das Land ist touristisch gesehen tot in diesem Jahr“, sagt Karin Günther vom gleichnamigen Reisebüro. Man sei mit allen Tunesienurlaubern in Verbindung getreten und habe nachgefragt, ob sie trotz der Anschläge ihre Reise antreten wollen. „Alle sechs Buchungen wurden dann umgebucht“, erklärt Günther.
Unter Buchungen werden nicht nur einzelne Personen, sondern auch Gruppen- und Paar-Urlauber verstanden. Auch im Vorfeld des jüngsten Terroraktes hätten viele Urlauber Bedenken gehabt und ein anderes Ziel gewählt. Aber es sei möglich, dass sich die Lage, ähnlich wie in Ägypten, wieder ändere. „Allerdings wurden in Ägypten keine Badegäste erschossen“, räumt Günther ein.
Auch beim Reiseservice Denker sind 13 Buchungen betroffen. Dort haben Urlauber nach Angaben von Mitarbeiter Mahsum Tarak die Möglichkeit, bis zum 15. September ihre Reise entweder umzubuchen oder zu stornieren. „Vom Prinzip her fallen derzeit alle arabischen Länder aus dem Angebot raus“, sagt Tarak. Es gebe eigentlich nur noch Stammkunden, die weiter in diese Region flögen.
Beim TUI-Reisecenter in Stadthagen sind die direkten Auswirkungen weniger zu spüren. Nur zwei Buchungen nach Tunesien werden dort gezählt, deren Urlauber umgeschwenkt sind. „Gerade nach den Anschlägen von Tunis im März ist die Nachfrage stark zurückgegangen“, sagt Mitarbeiterin Vera Steege vom TUI-Reisecenter.

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