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Stadthagen Stadt Tupperparty für Erziehungsfragen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Tupperparty für Erziehungsfragen
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13:35 16.08.2017
Die drei Moderatorinnen Delal Chikhi (vorne, von links), Anastasia Anastasopoulou und Katayon Shater habe bereits ihre ersten „Elterntalks“ absolviert. Initiatorin des Projektes ist die Landesstelle Jugendschutz, vertreten durch Simone Zanjani (hinten, von links) und Gülden Kalayci. CTC-Koordinator Ralf Cordes, Bürgermeister Oliver Theiß und Regionalkoordinatorin Britta Kunze freuen sich über den Startschuss. Quelle: col
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STADTHAGEN

„Mit dem Angebot sollen vor allem Stadthäger Eltern mit Migrationshintergrund erreicht werden, die sonst wenig Gelegenheit für den Austausch in Erziehungsfragen haben“, erklärt Regionalbeauftragte Britta Kunze. Sie ist zuständig für die Koordination der Elterntalks und die Ausbildung der Moderatorinnen. Fünf Frauen haben dieses Ehrenamt in Stadthagen bereits angenommen – darunter eine Griechin, eine Syrerin und eine Iranerin – über bis zu drei weitere Interessierte würde sich Kunze freuen. „Dann hätten wir Stadthagen gut abgedeckt.“ In einer zehnstündigen Schulung bereite sie die Frauen auf ihre Einsätze vor.

Der beste Rat kommt von anderen Familien

Im Rahmen der zweistündigen Treffen können sie Probleme ansprechen und im besten Fall auch gemeinsam lösen. Denn der beste Rat entstehe durch Erfahrungen anderer Familien. Über private Kontakte seien die ersten Termine vereinbart worden. „Man muss sich das wie eine Art Tupperparty vorstellen“, verdeutlicht Kunze die Idee dahinter. Bereits zwölf Elterntalks haben seit dem Beginn des Projekts im April stattgefunden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Gastgeber gibt es als Dankeschön ein kleines Präsent.

Anastasia Anastasopoulou zeigte sich vor allem überrascht darüber, wie viel Gesprächsbedarf vor allem bei den Vätern herrschte. „Die haben gar nicht aufgehört zu reden“, sagt sie schmunzelnd.

Initiatorin des landesweiten Projektes Elterntalk Niedersachsen ist die Landesstelle Jugendschutz, die Eltern als Experten in Erziehungsfragen ansprechen will. Im Zentrum stehen die Themen Fernsehen, Internet, Computerspiele, Handy, soziale Netzwerke, Erziehungsregeln, gesundes Aufwachsen sowie Bildung und Gleichberechtigung. Um möglichst viele Familien zu erreichen, werden die Gesprächsrunden mehrsprachig organisiert. Arbeitsmaterialien sind auf arabisch, türkisch, deutsch, russisch und kurdisch erhältlich. Angesprochen werden Eltern mit Kindern bis 14 Jahren. „Seit dem Start des Projektes im Oktober 2012 haben mehr als 12500 Mütter und Väter verteilt über 17 Standorte in Niedersachsen teilgenommen“, erklärt Projektleiterin Simone Zanjani von der Landesstelle.

Projekt für drei Jahre gesichert

In Stadthagen steht das Projekt unter dem Dach des CTC-Präventionsnetzwerks (Communities that care), denn sowohl Jugendpfleger und CTC-Koordinator Ralf Codes als auch Kunze sehen den Bedarf. „Dies ist ein Instrument, um ganz niedrigschwellig andere Bevölkerungsgruppen zu erreichen“, sagt der Jugendpfleger.

Bürgermeister Oliver Theiß, der selbst in seiner Zeit als Rechtsanwalt viel mit Ausländerrecht zu tun hatte, weiß, dass der „Zugang nicht immer einfach ist und es der persönlichen Ansprache“ bedarf. „Ich glaube, dass sich dieses Projekt wie ein Schneeball-System verbreiten wird.“

Die Gesamtausgaben für die Einführung des Projekts „Elterntalk“ über den Zeitraum April 2017 bis März 2018 betragen 13500 Euro. Darin enthalten ist ein Zuschuss durch das Land Niedersachsen in Höhe von 5200 Euro. „Vorerst ist die Durchführung über die Dauer von drei Jahren anvisiert“, erklärt Cordes. Danach müsse die Stadt das Projekt alleine beziehungsweise durch die Unterstützung von Kooperationspartnern finanzieren.

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Kontakt:

Familienzentrum Stadthagen, Britta Kunze, Telefon (05721) 8901011. Weitere Infos unter elterntalk-niedersachsen.de.

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