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Über die „Notwendigkeit der Erinnerung“

Stadthagen / Förderverein ehemalige Synagoge Über die „Notwendigkeit der Erinnerung“

Unter dem Titel „Die Notwendigkeit der Erinnerung“ bietet der Förderverein ehemalige Synagoge Stadthagen e.V. im September eine außergewöhnliche Veranstaltungsreihe. Zum vielfältigen Programm mit namhaften Gästen tragen die GEW, die Volkshochschule und die „Alte Polizei“ bei.

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„Sonderzüge in den Tod“ heißt die Wanderausstellung der Deutschen Bahn, die vom 12. September an in der „Zehntscheune“ zu sehen sein wird. © pr.

Stadthagen (ssr). Den Auftakt bildet am Montag, 12. September, 19 Uhr, die Eröffnung einer Wanderausstellung der Deutschen Bahn in der „Zehntscheune“: „Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen der Deutschen Reichsbahn“. Eine Einführung gibt die Historikerin Susanne Kill.

Am Freitag, 16. September, 19.30 Uhr kommt in der Aula des Ratsgymnasiums (RGS) ein ambitioniertes deutsch-polnisches Theaterprojekt zur Aufführung. Schüler des RGS und vom Lyceum Slupca haben eine zweisprachige Musik-Theaterproduktion mit szenischen Interpretationen aus den Werken „Der Prozess von Shamgorod“ (Elie Wiesel) und „Der große Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk“ (Jichzak Katzenelson) erarbeitet.

Zur Lesung und von Schülern moderierter Diskussion kommt am Montag, 19. September, 19.30 Uhr der Journalist, Regisseur und Autor Claude Lanzmann ins RGS. Der 87-jährige frühere Widerstandskämpfer und Freund von Jean-Paul Sartre führte bei der Filmserie „Shoah“ Regie. Viel beachtet ist die Autobiografie „Shoah und patagonischer Hase“ des französischen Juden. Der Abend soll sich laut Ankündigung der Veranstalter um das Lebenswerk von Lanzmann und um die Notwendigkeit, die Erinnerung an die „Shoah“ wachzuhalten, drehen.

Die Widerstandskämpferin Freya von Moltke steht im Mittelpunkt einer Lesung der Autorin Sylke Tempel mit dem Titel „Zivilgesellschaftlicher Widerstand und Mut in dunklen Zeiten“ am Montag, 26. September, 19.30 Uhr in der „Alten Polizei“.
Um die „Gedenkstätte Auschwitz: Erinnerungs- und Lernort“ geht es am Donnerstag, 29. September, 19 Uhr in der VHS, Jahnstraße 21a. Zum Thema berichtet Krystyna Oleksy, stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Zentrale Frage: „Wie bewahrt man die Erinnerung angemessen?“

Am Donnerstag, 6. Oktober, 10.30 Uhr an der Wallstraße 3 setzt der Kölner Künstler Demnig Steine die ersten „Stolpersteine“ in Stadthagen. Diese sollen an deportierte und ermordete jüdische Stadthäger erinnern.

Die Reihe wird ergänzt durch etliche nicht-öffentliche Veranstaltungen und Workshops für Schüler. Mit alldem wollen die Veranstalter „die Notwendigkeit des Erinnerns an den nationalsozialistischen Völkermord, aber auch an den Widerstand gegen die Diktatur, wachhalten“.

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