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Stadthagen Stadt Uhr und Skelett werden zum „Rachen der Zeit”
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Uhr und Skelett werden zum „Rachen der Zeit”
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00:16 06.10.2013
Asrin Eskandari darf ihre Bilder im Iran nicht zeigen. Quelle: sk
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Von Vera Skamira
Stadthagen. Das verzerrte, verwischte Ziffernblatt einer Uhr, darauf, unscharf, aber wahrzunehmen, die Knochenbau-Umrisse einer menschlichen Figur: In mehreren Variationen hängt dieses Motiv im Galerie-Café. „Ich bin im Rachen der Zeit“ nennt Asrin Eskandari das Bild-Ensemble.

Mit ihren Fotografien analysiert die 29-Jährige Momente – oft aus ihrem eigenen Leben. „Ich war in einem Raum, konnte nicht vor und nicht zurück“, beschreibt die Kurdin ihre Zeit-Rachen Fotos. Die surrealistischen Bilder - als dienliche reale Objekte benutzte sie eine Uhr und ein kleines Plastikskelett – entstanden, kurz bevor sie 2011 nach Deutschland ging, noch im Irak. Dorthin war die Fotokünstlerin 2009 aus dem Iran geflohen. In ihrer Heimat durfte die Fotografin und Grafikerin ihre Bilder aus politischen und religiösen Gründen nicht zeigen.

Zu Eskandaris Werken zählt ein Frauenporträt („Der Mond, Die Nacht, Dooa“), das sie einer ermordeten jungen Iranerin widmete. Deren Familie, so Asrin Eskandari, habe die Frau gesteinigt, weil sie nicht nach den religiösen-ethischen Vorstellungen der Familie leben wollte.

Asrin Eskandari lebt seit zwei Jahren in Stadthagen und fühlt sich hier wohl. Ihren Geburtsstaat Iran bezeichnet die 29-Jährige als „großes Gefängnis“. Asrin Eskandari ist Kurdin, sagt: „Meine Heimat ist Kurdistan“. Dies ist ein nicht genau begrenztes Gebiet, das sich über die Türkei, den Iran, Irak und Syrien erstreckt. In ihre Heimat möchte Eskandari gern einmal zurückkehren. Das sei ihr jedoch verwehrt. In Stadthagen will sie weiter fotografieren, gern auch zu farbigen Aufnahmen wechseln. Im Kopf hat sie ein Projekt „Krieg und Frieden.“

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