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Umfrage zur Breitbandversorgung

Geringe Resonanz von Unternehmern Umfrage zur Breitbandversorgung

Eine Befragung von Unternehmen zur Breitbandversorgung im Gewerbegebiet zwischen Helweg und Dülwaldstraße in Stadthagen hat ergeben, dass die Internetnutzer mehrheitlich zufrieden mit ihrer Verbindung sind. Die Resonanz auf die Umfrage war nicht groß: nur neun der 32 angeschriebenen Firmen reagierten.

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Stadthagen. Warum das Interesse so gering ausgefallen ist, kann sich Wirtschaftsförderer Lars Masurek nicht erklären. „Wir hatten mit einer größeren Resonanz gerechnet, weil das Thema Breitband immer wieder von Unternehmern angesprochen wurde“, sagt er zum Ergebnis. In der nächsten Woche werde in der Sache aber noch einmal nachgefasst.

 Die bisherige Auswertung habe ergeben, dass sieben Zugänge über das Telefonkabel laufen, zwei über Glasfaser, zwei über LTE und eine über eine andere Verbindungsart. Eine Download-Rate von mehr als 50 Megabit pro Sekunde könne rund die Hälfte der Befragten in Anspruch nehmen. Bei jeweils einem Viertel liege sie unter 16 oder unter sechs Megabit pro Sekunde. Der Upload erreiche dagegen bei rund zwei Dritteln bis zu 50 Megabit pro Sekunde, der Rest komme auf weniger als 16. „Weniger zufrieden“ oder „unzufrieden“ geben sich weniger als die Hälfte der Befragten mit den Raten und dem langsamen Bildaufbau.

Auf den letzten Metern meistens Kupferdraht

Außer dem regelmäßigen Senden und Empfangen von E-Mails zählen die Unternehmen Fernwartung, umfangreiche Downloads, Remote-Login (Fernanmeldung von zu Hause aus), Videokonferenzen und die Nutzung von Plattformen wie Cloud- oder Streaming-Diensten zu den wichtigsten Anwendungen.

 „Der Bereich Helweg/Vornhäger Straße ist im Ausbauprogramm der Telekom für die unterversorgten Bereiche des Landkreises enthalten“, erklärte Masurek kürzlich gegenüber dem Wirtschaftsausschuss. Danach seien Download-Raten von bis zu 100 M/Bit möglich, was wiederum von der Distanz zum Verteilerkasten abhänge. „Die meisten Verbindungen in dem Gebiet bestehen auf den letzten Metern noch aus Kupferdraht, wodurch sich die Leistung reduziert“, sagt Masurek.

 Die Anschlusskosten für einen direkten Glasfaseranschluss seien aber nicht transparent und hingen unter anderem von Tiefbaukosten und den gewünschten Serviceleistungen ab. Der Wirtschaftsförderer rechnet mit 75 Euro pro laufendem Meter.

Grundstückseigentümer zahlen 2000 Euro

Zukünftig werde ausgelotet, ob der Ausbau über das Sonderprogramm Gewerbegebiete vom Bundesverkehrsministerium sinnvoll ist. Bei dem glasfaserbasierten Ausbau sei bis zu einem Gigabit pro Sekunde bei symmetrischer Versorgung für 100 Prozent der Anschlüsse im Gewerbegebiet möglich. Dabei müssten sich die Grundstückseigentümer pauschal mit 2000 Euro an den Kosten beteiligen. Der kommunale Anteil liege bei zehn, die Förderung aus Bundes- und Landesmitteln bei 90 Prozent.

 Aktuelle politische Diskussionen stimmen Masurek zuversichtlich: „Die Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen und die Sondierungen auf Bundesebene lassen hoffen, dass die Förderkulisse für den Breitbandausbau bald ausgeweitet wird.“ geb

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