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Unbekannte wollen BMW X 6 stehlen

Stadthagen / Geflüchtet Unbekannte wollen BMW X 6 stehlen

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch versucht, ein mehr als 55 000 Euro teures Auto zu stehlen. Die alarmierte Polizei suchte die flüchtenden Täter mit einem Hubschrauber und sechs Streifenwagen. Doch die Fahndung blieb erfolglos.

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Die Autoknacker sind bei ihrem versuchten Diebstahl des BMW X 6 vom Wachmann gestört worden. 

Quelle: vin

Stadthagen. Im Visier hatten die Unbekannten einen BMW X 6. Die Geländewagen stehen seit Jahren hoch im Kurs bei professionell agierenden Banden aus Osteuropa. In diesem Fall versuchten die Täter ihr Glück an einem schwarzen X 6, der auf dem Gelände des BMW-Autohauses Becker-Tiemann an der Vornhäger Straße abgestellt war.

Als die Unbekannten gegen 2 Uhr das Schloss aufbrachen, ging der stille Alarm los. Der Wachdienst schaute via Überwachungskamera nach dem Rechten und entdeckte die beiden Personen. Zu diesem Zeitpunkt war der Schließzylinder an dem Oberklassewagen bereits geknackt. Über die Lautsprecheranlagen forderte der Wachmann die Männer auf, das Gelände zu verlassen und alarmierte die Polizei.

Der Einsatz, bei dem auch Polizisten aus dem benachbarten Bad Nenndorf, Bückeburg, Rinteln und Stolzenau mithalfen, dauerte etwa 30 Minuten. Während der Polizeihubschrauber die nähere Umgebung des Tatortes mit einer Wärmebildkamera absuchte, kontrollierten die dazugerufenen Streifenwagenbesatzungen die Hauptausfallstraßen.

„Sobald wir von Bandenkriminalität ausgehen, unterstützen uns die Kollegen aus der Umgebung“, erläutert Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizei in Stadthagen. Nach Auswertung des Überwachungsvideos geht die Polizei bei den Tätern von zwei Männern aus.

Dass es sich im aktuellen Fall um gut organisierte Täter aus Bandenkreisen handele, darauf lässt die anvisierte Beute schließen. Sie müssen gut vorbereitet gewesen sein: Immerhin hielten die Täter bereits zuvor gestohlene Schaumburger Kennzeichen parat. Die Ermittlungen hat die Kriminalpolizei in Nienburg übernommen.

Seit Jahren stehen die hochklassigen SUVs der Autohersteller BMW und Mercedes im Fokus der Autodiebe. Betroffen davon sind besonders Autobesitzer in Städten, die unmittelbar an der A 2 liegen. Die Nähe zur Autobahn erleichtert den Autoschiebern die Flucht.

Die Täter gehen immer gleich vor: Sie brechen zunächst die Wagentür auf und schließen dann einen Laptop an die Diagnosebox an. Mit der Software schalten sie Alarm sowie Wegfahrsperre aus und können dann mit dem Wagen bequem wegfahren. Woher die Diebe die Software haben, ist unklar.

Die Polizei geht davon aus, dass hinter den Diebstählen mehrere Autoschieber-Banden stecken, die sozusagen auf Bestellung arbeiten. Die Wagen werden über die A 2 in Richtung Polen, über Litauen bis nach Russland transportiert. Dieser Weg lässt sich nach Angaben der Polizei zum Beispiel durch Fotos von Blitzeranlagen nachzeichnen.

Bei dem schwarzen X 6 aus Stadthagen ist es nicht so weit gekommen. Dennoch entstand Schaden. Die Reparatur des Schlosses beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Erst vor einem Monat hatten es Täter auf das VW-Autohaus Sölter an der Vornhäger Straße abgesehen (wir berichteten). Sie hatten vier auf dem Gelände geparkte Autos aufgebrochen und unter anderem Teile der Innenausstattung entwendet, darunter Lenkräder mit Airbags, Autoradios und Navigationssysteme. Der Schaden damals: 26 000 Euro.

Wer Hinweise zu den Unbekannten machen kann, sollte sich bei der Polizei unter der Telefonnummer (0 57 21) 4 00 40 melden.

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