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Ungeliebte schwarze Kästen sollen verschwinden

Stadthagen / "Lichtmasterplan" Ungeliebte schwarze Kästen sollen verschwinden

Die großen schwarzen Scheinwerferkästen auf der Rasenfläche südlich des Schlosses Stadthagen sollen dort verschwinden. Die Stadtverwaltung und das Staatliche Baumanagement des Landes haben entsprechende Vorbereitungen eingeleitet.

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Sollen von der Rasenfläche verschwinden: die großen schwarzen Kästen aus denen heraus die Südseite des Schlosses angestrahlt wird.

Quelle: rg

Stadthagen (ssr). Von Anfang an haben die wuchtigen Installationen eher Verärgerung und Spott als alles andere hervorgerufen. Optisch erscheinen sie vielen Passanten vor dem Hintergrund des Weserrenaissance-Ensembles als ein Graus. Bei Festivitäten erweisen sich die Kästen als störend. Gelegentlich sind Hunde zu beobachten, die dort ihr Bein heben.

Dorthin gebaut worden sind die optisch finsteren Anlagen im Zuge des so genannten städtischen „Lichtmasterplans“. Mit diesem werden hervorstechende Gebäude der Stadt – vor allem jene aus der Zeit der Weserrenaissance – mit moderner Beleuchtungstechnik zeitgemäß und wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Wegen der knappen Finanzen in der Stadtkasse wird dabei über viele Jahre hinweg immer nur Schritt für Schritt vorgegangen. So hatte die Verwaltung vor etwa drei Jahren auch beschlossen, zunächst nur die Südseite des Schlosses zu beleuchten. Dies wurde mittels besagter Kästen umgesetzt.

Als nächster Verwirklichungsschritt des „Lichtmasterplans“ steht nach Auskunft des Bauamtes nunmehr die der Altstadt zugewandte Westseite des Schlosses an. Bei dieser Gelegenheit sollen die Kästen verschwinden und durch geeignetere Beleuchtungskörper ersetzt werden.
Der Vorteil: Große Teile der Materialen können nach Überzeugung des Bauamtes auf der Westseite eingesetzt werden. Dadurch werden sich die Kosten des Umbaus „im überschaubaren Rahmen halten“, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte. Die schwarzen Kästen könnten im westlichen Teil des Geländes im Schlossgraben versenkt oder direkt ans Mauerwerk gestellt werden, sodass sie kaum noch sichtbar sein würden.

Auf der Südseite sollen die Scheinwerfer künftig in geeigneter Weise in den Boden eingelassen werden. Dazu arbeiten laut Auskunft der Stadt „zur Zeit mehrere Leuchtenhersteller sowie ein Planungsbüro an alternativen Lösungsvorschlägen“. Hierzu hätten bereits zwei Ortstermine stattgefunden. „Die dabei vorgestellten Leuchten erzielten jedoch leider nicht den gewünschten Effekt für eine optisch ansprechende Anstrahlung des Schlosses“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung der Stadtverwaltung weiter. Ein weiterer „Bemusterungstermin“ sei daher für April vorgesehen.

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