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Unsicherheit Gift für Gesellschaft

Stadthagen / Maifeier und -kundgebung Unsicherheit Gift für Gesellschaft

Aktuelle Tarifabschlüsse, gerechtere Bedingungen in der Leiharbeit, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Instrumente zur gerechteren Verteilung des Geldvolumens waren Thema der Maifeier und -kundgebung, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag eingeladen hatte. Rund 300 Gäste waren auf das Gelände am Johannishof gekommen.

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Die Themen des Tages finden ein nachdenkliches und aufmerksames Publikum.

Quelle: sk

Stadthagen. Stadthagen (sk).   Rauf mit dem Spitzensteuersatz“ und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer forderte Thorsten Gröger, erster Bevollmächtigter der Industriegewerkschaft (IG) Metall Nienburg-Stadthagen, damit Spitzenverdiener und Vermögende einen adäquaten Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesen leisten. Zum Thema Tarife beglückwünschte Gröger die Gewerkschaft ver.di zum erreichten aktuellen Abschluss. 6,3 Prozent mehr Lohn erhalten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Um einen akzeptablen Abschluss hingegen kämpft noch die IG Metall. Deutlich mehr als die von den Arbeitgebern angebotenen drei Prozent hätten die „Kollegen verdient“, zeigte Gröger auf. Außer 6,5 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft faire Regelungen in der Leiharbeit, in der bei gleicher Arbeit oft nur die Hälfte wie in der Festanstellung gezahlt wird, sowie die unbefristete Übernahme von Auszubildenden.

 „Gerade junge Leute brauchten Planungssicherheit“, betonte Florian Moritz vom DGB-Bundesvorstand hierzu. Unterbezahlte und schnell kündbare Arbeitsverhältniss wie sie immer mehr zunehmen sieht Moritz mit Sorge: „Die wachsende Unsicherheit ist Gift für die Gesellschaft.“

 Zum Thema höhere Löhne bemerkte der DGB-Mann, diese seien ökonomisch „ein Gebot der Vernunft.“ Löhne seien aus Arbeitgebersicht nicht nur als Kosten zu betrachten sondern auch als Einkommen. Wenn niemand etwas einkaufen könne, werde letztlich nicht mehr produziert, sagte Moritz und illustrierte seine Aussage mit einem Zitat des Autobauers Henry Ford: „Autos kaufen keine Autos.“

 Den Nerv der Zuhörer traf der DGB-Wirtschaftsexperte besonders mit seinen Ausführungen zur Finanzkrise, die laut Moritz etliche Bänker und „Zocker“ zu verantworten hätten und für die der normale Arbeiter nun „den Kopf hinhalten“ solle.

 Im Anschluss an die Reden und Gespräche auf der Bühne unterhielt die Irish-Folk-Band „Fragile Matt“ die Maifeiergäste. Bilder auf sn-online.de

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