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Dirtpark nimmt Formen an

Stadthagen Dirtpark nimmt Formen an

Die Anlage nimmt Formen an: Der Anfahrtshügel ist aufgeschüttet, ein Container für Spaten und Schubkarren ist geliefert. Am südlichen Rand des Festplatzes entsteht aus der alten BMX-Bahn ein Dirtpark, in dem Jugendliche mit speziellen Fahrrädern (Dirt Bikes) über Erdhügel springen und Tricks in der Luft vollführen können.

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Der Container ist da: Jannik Jenne dirigiert den Baggerfahrer.

Quelle: pr.

Stadthagen. Dirt-Biker Jannik Jenne (19) hat einen Baggerfahrer jüngst genau dirigiert: Wo noch Erde für ein Bahnelement abgekippt werden sollte und wo genau der Container zu platzieren war.

Jannik habe – seitens der jugendlichen Nutzer der Anlage – den größten Teil der Planung des Dirtparks übernommen, berichtet Stadtjugendpflegerin Eva Beck. Gemeinsam mit jugendlichen Funsportlern werde das Projekt umgesetzt.

Dieses entstand nicht als Idee der Verwaltung oder der Politik. Alles begann mit dem zitierten Materialcontainer. Diesen hatten Jugendliche, die begonnen hatten, die alte BMX-Bahn selbstständig umzugestalten, bei der Stadt beantragt. Sie wollten Schaufel und Schubkarre nicht zu jedem Arbeitseinsatz anschleppen, sondern vor Ort sicher verwahren. Dies berichtete Landschaftsplaner Wolfgang Hanke aus Minden, den die Stadt schließlich mit dem Projekt Dirtpark betraute. Ganz ohne professionelle Hilfe ging es nicht.

Aus der Dirtpark-Idee wurde laut Beck ein Beteiligungsprojekt. Dreimal trafen sich engagierte Kinder und Jugendliche mit Hanke im Rathaus. Etliche weitere Treffen standen an. In einer WhatsApp-Gruppe, in die auch der Landschaftsplaner integriert ist, blieb man planerisch immer auf Augenhöhe. Eva Beck schließlich moderiert zwischen Jugendlichen und Erwachsenen und zwischen den Jungen und Mädchen.

Zu Beginn des vergangenen Jahres fand eine Begehung und Besprechung mit einem Sicherheitsingenieur des „TÜV Nord Meditüv“ statt. Dabei wurden der geplante Umbau, die dafür erstellten Pläne, das Betriebsschild und Mängel besprochen, beschreibt Beck die weitere Vorgehensweise auf dem Weg zu einem sicheren und den Wünschen der Jugendlichen entsprechenden Dirtpark. Die sicherheitsrelevanten Arbeiten führte dann der Baubetriebshof der Stadt aus. Dazu zählten unter anderem die Vergrößerung des Anfahrtshügels, die Absperrung der Anlage zur Büschingstraße und das Aufstellen eines neuen Betriebsschildes.

Hierauf sind die Regeln zur Benutzung der Anlage verzeichnet: Es ist Schutzkleidung zu tragen, und das Gelände soll vor Benutzung mit dem Sportgerät zunächst zu Fuß erkundet werden. Rücksichtnahme ist angesagt, und Beschädigungen der Bahn sollen der Stadt gemeldet werden.

Im Materialcontainer – im Beteiligungsverfahren geplant und schließlich angeschafft – werden zukünftig Materialien und Werkzeuge gelagert, die zur Pflege der Anlage so wie für Bau-Aktionen benötigt werden. „Beim Aufstellen des Materialcontainers hat uns die Firma ,MBN Modulwelt Lars Hoppe GmbH‘ finanziell unterstützt“, freute sich Eva Beck.

Die Anlage wird noch umzäunt, damit nicht jemand ahnungslos auf den Dirtpark läuft und sich dadurch gefährdet. Zum Festplatz beträgt die Zaunhöhe 1,6 Meter, im übrigen knapp einen Meter, erklärte Planer Hanke. Dennoch ist der Park eine offene Anlage, sprich für alle Dirt-Biker nutzbar. Hanke schätzt, dass der Dirtpark in etwa vier Wochen fertig ist. sk

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