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Unternehmen leiden unter hohen Spritpreisen

Stadthagen / Mobilität Unternehmen leiden unter hohen Spritpreisen

Noch nie zuvor waren die Spritpreise so hoch, wie es momentan der Fall ist. An den Stadthäger Tankstellen werden für den Liter Diesel rund 1,53 Euro verlangt, der Liter Superbenzin kostet derzeit 1,67 Euro.

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Die lokalen Busunternehmen haben mit den hohen Spritpreisen hart zu kämpfen. 

Quelle: jw

Stadthagen. Stadthagen (jw). Dass diese Preise für Stadthäger Transportunternehmen ein großes Problem darstellen, ist klar, aber wie versuchen Taxi- und Busunternehmen sowie Speditionen mit der Problematik umzugehen?

 „Die Preise wirken sich selbstverständlich dramatisch für uns aus. Das Jahr 2012 hatten wir eigentlich anders geplant“, berichtet Dirk Nolte, Betriebsleiter bei der Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG). Die Gewinnspanne des Unternehmens hat sich bereits zu Beginn des Jahres verkleinert. Darauf reagierte die SVG am 1. März mit einer Fahrpreiserhöhung. „Das ist die einzige Möglichkeit, mit den Preisen umzugehen“, so Nolte. Wann die Preisschraube das nächste Mal gedreht werden müsse, sei unklar.

 Auch Johannes Wilkening-Ruhe, Geschäftsführer beim Reiseunternehmen Ruhe-Reisen, dessen Busse auch im Stadthäger Linienverkehr fahren, hat die Spritpreise als ernsthaftes Problem für das Unternehmen erkannt. „Wir bestellen Diesel für unsere hofeigene Tankstelle in großen Mengen, aber auch das bringt kaum einen Mengenrabatt“, so Wilkening-Ruhe. Bisher hat Ruhe-Reisen die Fahrpreise noch nicht angehoben. Das müsse jedoch getan werden, sollten die Spritpreise nicht demnächst sinken.

 Fatale Folgen haben die hohen Treibstoffkosten auch für die Stadthäger Spedition Kuhlmann, die mit ihren 14 Lastwagen in ganz Europa unterwegs ist. Einzige Möglichkeit sei es, die hohen Preise auf die Kunden umzulegen. „Bisher haben rund 30 Prozent unserer Kundschaft eine Preiserhöhung akzeptiert“, berichtet Thomas Kiene, Geschäftsführer der Spedition.

 Ebenfalls dramatische Folgen haben die hohen Spritpreise für die Stadthäger Taxiunternehmen. „Die höheren Preise können nicht einfach an die Kunden weitergegeben werden. Man muss mit mehreren Taxifirmen einen Antrag beim Landkreis für eine Tariferhöhung einreichen, der dann genehmigt werden kann“, so Michael Jäschke, Mitarbeiter bei Taxi-Jäschke. Um das Problem zu lösen, strukturiert das Unternehmen schon seit eineinhalb Jahren seinen Fuhrpark um. „Wir haben jetzt viele Dacia Logans, die einfach viel weniger Sprit verbrauchen als zum Beispiel ein Mercedes“, erklärt Jäschke. Auch Taxi-Schrader ist machtlos, was Tariferhöhungen angeht. „Momentan läuft wieder ein Antrag für eine Tariferhöhung um zehn Cent. Ob der genehmigt wird, ist aber unklar“, so Heike Schrader, Geschäftsführerin des Unternehmens.

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