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Unbedingter Wunsch, zu lernen

Unterricht für Flüchtlinge an der BBS Unbedingter Wunsch, zu lernen

Vier Klassen haben die Berufsbildenden Schulen (BBS) gegründet, um 65 Flüchtlinge unterrichten zu können.

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Die neuen Schüler bekommen Unterricht in drei Modulen.

Quelle: geb

Stadthagen. Sie kommen aus Syrien, Irak, Afghanistan und vereinzelt aus Afrika. Zu Beginn hat keiner von ihnen ein Wort Deutsch gesprochen.

In zwei regulären Sprachförderklassen und zwei Sprach- und Integrationsprojektklassen (SprInt) lernen die Migranten nicht nur Deutsch, sondern alle landesüblichen Gepflogenheiten und bekommen Einblick in die Praxis verschiedener Handwerksberufe.

„Manche gingen in ihrem Heimatland gerade einmal drei Jahre zur Schule, andere waren gezwungen, wegen der Flucht ihr Studium abzubrechen“, erklärt Abteilungsleiterin Martina Flebbe. Sie alle haben den unbedingten Wunsch zu lernen und die Angst, wieder gehen zu müssen.

Eine volle Warteliste

„Wir haben es hier mit sehr disziplinierten Schülern zu tun“, meint Flebbe. 37 stehen derzeit noch auf der Warteliste. Wer über 18 ist, bekommt seit April keinen Platz mehr.

Die Anwärter hatten mitunter schon im Büro der Verwaltung gestanden und ihren Sprachunterricht eingefordert.

Das Lehrpersonal schätze den Eifer der Neuzugänge. „Die Kollegen sehen viel Sinn in der Arbeit und machen große Fortschritte“, beobachtete Flebbe.

Unterricht zahlt sich aus

Die ersten Ankömmlinge, die seit Schuljahresbeginn in dem Fördersystem stecken, könnten sich schon normal verständigen. In ihren Familien hätten sie meist die besten Sprachkenntnisse.

Sechs zusätzliche Lehrkräfte und zwei Unterstützer hat sich die BBS an Bord geholt und den Unterricht zunächst mit 85000 Euro vorfinanziert. „Wenn ihr kein Konzept habt, erfindet eins“, wäre die Haltung der Politik gegenüber den Schulen. „Wir gehen hier mit unseren Möglichkeiten bis zum Anschlag“, so Flebbe. Zwei weitere Klassen könnten im nächsten Jahr dazukommen. geb

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